Hey folks, hi guys – how are you today …

in Page, welches einer der hässlichsten Orte auf der gesamten Strecke war, schafften wir leider nur den Antelope Canyon, Horse Shoes Bend und den Water Holes Slot Canyon. Die weiteren geplanten Ziele konnten wir entweder auf Grund mangelhafter Ausrüstung oder fehlender Besuchererlaubnis nicht erreichen.

Die Wave, ein Ziel, das ich gerne fotografiert hätte, darf pro Tag nur von insgesamt 20 Personen betreten werden. Diese Zugangserlaubnis wird über Permits geregelt, die ausgelost werden. 10 Permits werden im Internet und weitere 10 jeweils am Tag vor dem Besuch in einem Besucherzentrum verlost. Als Personen zählen auch Hunde und Kinder – halt alles, was Pfoten bzw. Füße auf diesen zerbrechlichen Ort setzen kann. Bei unserer Verlosung waren ca. 60 Menschen vor Ort und wir gehörten nicht zu den Gewinnern.

Die anderen Orte die wir besuchen wollten, lagen im tiefsten Niemandsland. Unser SUV hatte zwar bisher immer gute Dienste geleistet aber bei dem katastrophalen Zustand der Strecken hätten wir schon eher einen Panzer gebraucht, um dort anzukommen, wo wir hin wollten. Nach einem ganzen Tag off road fahren gaben wir die Ziele vorerst auf.

Weiter ging es zum Grand Canyon Nationalpark. Diese gigantische Anhebung des ehemaligen Meeresbodens bildet jetzt optisch eine Erdspalte, die ich ich kaum in Worte fassen kann und verschiebe daher den Bericht auf später.

Das Nationalpark-System in Amerika ist für meinen Geschmack bisher wirklich klasse, nur im Grand Canyon hätte ich den ein oder anderen Vorschlag zur Verbesserung der Wegbeschilderung zu machen und in Californien (ok es ist pleite) ist es in den Parks teilweise echt dreckig.

Mit Flagstaff starteten wir dann die Strecke auf der legendären Route 66. Zumindest versuchten wir die Strecke nach Los Angeles auf der 66 zu fahren. Ich wusste zwar, dass die historische Route nicht mehr vollständig erhalten ist, aber dass sie so zerstückelt, fast zerhackt und beerdigt daliegt, hätte ich nun nicht erwartet. Es grenzt schon fast an archäologische Detektivarbeit, sie zu finden. Letzten Endes haben wir 400 km der Strecke gesehen. Vieles was wir sahen wirkte mehr wie eine künstliche, für Touristen geschaffene Kulisse ohne wirklichen Charme oder easy-raider-feeling.

Jetzt sind wir auf dem letzten teil der Reise und fahren über den Highway 1 von Los Angeles nach San Francisco. Ursprünglich wollten wir noch San Diego einbauen aber das haben wir kurzfristig gestrichen. Los Angeles war, nach den Wochen in der Wildnis, ein wirklich extremer Kontrast. Diese Stadt ist einfach nicht zu erfassen und ich glaube dafür bracht man sicher auch mindestens ein oder zwei Jahre Zeit, wenn das überhaupt reicht. Die Gegensätze in der Stadt könnten größer kaum sein. Unfassbare Armut direkt neben prunkvollstem Reichtum, neuer Beton im Vormarsch gegen alten edlen Backstein und mehr Autos als Luft zum Atmen.

Nach einer Halloween-Horror-Freight-Night im Six Flags Park werden die nächsten Tage Meerwasser, Strand und Steilklippen unseren Weg über Highway 1 nach San Francisco säumen.

Visueller Gruß

Michi

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