Halali und Waidmanns Heil!

Nun beginnt sie wieder, die ach so besinnlich, ruhige Vorweihnachtszeit! Die Menschen in den Städten rücken näher zusammen und in der Luft liegt der leichte Duft von gebackenen Mandeln, Honigkuchen und Glühwein. Die Straßen und Plätze sind feierlich geschmückt und die Lichter an den Bäumen und Häusern funkeln wie tausende von Diamanten so schön. An den Buden der Weihnachtsmärkte werden feine handgemachte Waren und Spielzeuge feilgeboten und auf einer kleinen Bühne in der Ecke singt ein Chor Weihnachtslieder.

Ja, eine wirklich kitschige Vorstellung mein Bild der Vorweihnachtlichkeit in den Städten, nicht wahr? Mal davon abgesehen, dass ich mich zumindest ansatzweise an genau so ein Bild erinnern kann, fühlt es sich heute doch eher an wie bei „Apokalypse Now“, wenn man zur Zeit durch Berlin zieht. Es riecht, nein, es stinkt! Es stinkt nach billigem und mehrfach aufgekochtem Tetrapack instant Rotwein mit Nelken, erbrochenem Lebkuchen und süßsäuerlicher Curry Wurst.

Besinnlich ist das Geschiebe und Geschubse der Menschen in den Strassen sicherlich auch nicht und das Zusammenrücken ist eher der Enge geschuldet. Der Chor auf dem Weihnachtsmarkt wird durch stampfende Technobeats übertönt und die Ware an den Ständen ist Plastik aus Fernost. Auf dem Kurfürstendamm ziehen Horden von Touristen durch die Geschäfte und kaufen Weihnachtsgeschenke.

Gestern Abend beobachtete ich vor dem KaDeWe eine affektierte und aufgetakelte Schickimicki Tussi aus Bayern die sich, bepackt mit Tüten namhafter Designer, über das dreckige und überbewertete Berlin aufregte. Sie schnatterte von Müll und Hundehaufen auf der Strasse, von der furchtbaren Masse an Menschen aus Obdachlosen und Kleinkriminellen, die Ihr nur das Geld aus ihrer Prada Handtasche klauen wollen.

Dann zertrat Sie ihre Zigarettenkippe auf der Strasse, stopfte sich eine Leysieffer-Praline in den Mund und ließ das Zellophanpapier der Pralinenverpackung auf den Gehsteig fallen. Ich dachte mir, stimmt, Berlin ist eine wirklich dreckige Stadt, die leider wegen Menschen wie dieser Tante aus Bayern zusätzlich auch immer asozialer und voller wird.

Aber wo wir gerade bei Weihnachtsgeschenken sind, Nikon scheint, wenn die Gerüchte stimmen, in diesem Jahr auch noch die ein oder andere Überraschung unter den Baum zu werfen; wenn auch nur in Form diverser Ankündigungen. Zum einen verdichten sich die Gerüchte über eine Vorstellung des lang erwarteten Nikon D800 Bodys, es sind vermeintlich echte Bilder der Kamera aufgetaucht und auch die technischen Daten geistern durch das Netz.

So soll die D800 kleiner und leichter sein als ihr Vorgänger die D700 und der Sensor mit 36MP eine Auflösung von 7360×4912 Pixeln bieten. Die Kamera soll Video in einer Qualität bieten, die noch besser als die der Nikon D3s sein soll und mit Formaten wie 1080p/30/25/24 und 720p/60/30/25/24 aufwarten. Das Display soll etwas größer sein und die Kamera sowohl einen CF wie auch SD Speicherkarten-Steckplatz bieten.

Zum anderen stehen dann wohl auch noch ein neuer Blitz, der SB-910 und neue Optiken für DX als auch FX Kameras auf dem Weihnachtszettel bei Nikon. Was sich von all den Gerüchten jetzt wirklich bewahrheiten wird, werden wir sehen. Sollten die Gerüchte um die Nikon D800 stimmen, bin ich jetzt schon gespannt auf die Details zur wiederum erwarteten Nikon D4, welche wohl im Frühjahr 2012 vorgestellt werden soll. Die D4 muss schon einiges aufwarten, um neben der D800 am Markt zu überzeugen.

Visueller Gruß

Michi

2 Antworten auf Advent, Advent oder Apokalypse Now!?

  • Kaspar sagt:

    Diese verfrühten Weihnachtsmenetekel nerven mich auch gewaltig aber man kann nur belebte Weihnachtsmärkte und Einkaufshäuser vermeiden und aufs Beste hoffen.
    Auf die Nikon bin ich auch gespannt wobei ich die Entwicklung im Micro-four-thirds Bereich spannender finde.

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