Hallo Leute,

Ladies and Gentlemen, die Nikon D4!

Seit Ende letzten Jahres wurde immer wieder darüber spekuliert, ob Nikon im Januar 2012 ihr neues FX Schlachtschiff vorstellen wird. Irgendwann kursierte dann der 06.01. als Datum für die Präsentation und ich wartete gespannt auf den heutigen Tag.

Da ist sie nun also und wartet mit einer Menge innerer Werte auf:

Die Nikon D4 soll in 0,12s aufnahmebereit sein, während die Auslöseverzögerung gerade mal 0,042s betragen soll. Die Kamera kommt mit einem Bildfeld-Sucher der 100% abdeckt. Der Vollformat CEMOS-Sensor bietet 16,2 Megapixel und die neue Nikon schafft Serienaufnahmen mit bis zu 11 Bildern in der Sekunde. Der große Pufferspeicher ermöglicht im RAW-Format sogar 100 Bilder in Folge, dass ist nicht nur enorm sondern ein echter Vorteil, erspart es doch das lästige Warten darauf, dass der Speicher für die nächste Aufnahme wieder frei wird.

Die Bilddatenverarbeitung des EXPEED 3 Chip erfolgt mit 14-Bit-A/D-Wandlung und einer 16-Bit Bildverarbeitung. Der EXPEED 3 der Nikon D4 wurde auch für die Aufzeichnung von Video optimiert und soll für eine Reduzierung von Falschfarben, Moiré- und Treppenstufeneffekten beim Filmen sorgen.

Die Nikon D4 wird den Angaben zufolge selbst mit ISO 12.800 rauscharme Bilder liefern und der Standard-ISO-Bereich wurde sogar noch um eine Stufe im Vergleich zur Nikon D3s erweitert. ISO startet jetzt endlich auch mit ISO 100. Ein Punkt, den ich bei meinen Nikon Kameras schon manchmal vermisst habe.

Der Verschlussmechanismus der Kamera wurde aus Kevlar/Kohlefaserverbundmaterial neu entwickelt und ist auf 400.000 Auslösungen ausgelegt. Die Verschlusszeiten sind von 1/8.000s bis 30s angegeben und die kürzeste Bildsynchronzeit mit 1/250s.

Das Motiverkennungsystem über einen 91k-RGB-Sensor soll ein neues Maß an Präzision bieten. Dieser Sensor analysiert jedes Motiv, so dass die Kamera zuverlässig die genauen Farb- und Helligkeitsverteilung im Bildfeld erkennt. Selbst menschliche Gesichter werden vom System erkannt und dass bei Verwendung des optischen Suchers. Diese Leistung  schafft die Kamera auch bei Serienaufnahmen und kann so automatisch mit höchster Präzision scharf stellen. Besonders nützlich, wenn nicht genug Zeit zum Fokussieren bleibt. Die 3D-Color-Matrixmessung III mit 91.000-Pixel-Sensor sorgt ausserdem für eine noch bessere Belichtungsautomatik, selbst in Situationen, die eine Belichtungskorrektur erfordern würden.

Das Autofokus Modul der Nikon D4 wartet mit 51 Messfeldern auf, die wie auch schon früher einzeln auswählbar und in 9,21 und 51 Messfeldern konfigurierbar sind.

Dass die D4 direkt neben dem Auslöser eine Taste für D-Move hat und Full-HD-Filmsequenzen in 1920 x 1080 kann und dazu noch in 30p, 25p, 24p formatiert in H.264, finde ich sehr sympathisch. Eine Sequenz kann mit einem 32GB Chip bis zu 20 Minuten durchgehend aufgezeichnet werden. Das alles ist eventuell ein Grund, meine alte Panasonic HVC 200 in die Bucht zu werfen und dann in Zukunft mit echten Objektiven zu filmen und somit endlich richtig mit der Tiefenschärfe zu arbeiten.

Für den Ton verfügt die D4 über einen Stereomikrofoneingang und ausserdem einen Anschluss für Tonaufnahmen im Linear-PCM-Verfahren. Einen Audioausgang für externe Kopfhörer zur Tonkontrolle hat sie auch.

Die Nikon D4 besitzt auf der Rückseite einem 3,2 Zoll LCD-Monitor der antireflexbeschichtet ist und 922.000 Pixel bietet. Weiterhin ist die Kamera mit zwei Speicherkartenfächern ausgestattet. Einen für High-Speed-CF-Karten und einen für High Speed XQD-Karten. Die Kamera unterstützt ausserdem Ethernet und Wireless-LAN über einen optionalen Adapter.

Das Gehäuse der D4 ist optimal gegen schwierigste Umweltbedingungen wie das Eindringen von Feuchtigkeit, Staub und selbst elektromagnetischen Störungen geschützt. Die D4 ist bis ins kleinste Detail überarbeitet worden und vom Gewicht her leichter als ihr Vorgänger die D3s. Dennoch soll sie genauso robust und haltbar sein. Die Bedienbarkeit soll sehr intuitiv sein und dass ganz gleich, ob im Quer- oder Hochformat fotografiert wird. Die Tasten sind beleuchtet, um auch bei Dunkelheit eine schnelle Bedienung zu ermöglichen.

Ich werde mir die Nikon D4 anschauen, sobald sie im Laden erhältlich ist und warte jetzt erstmal auf die ersten Testergebnisse. Für mich klingt das aber alles recht anständig, auch wenn ich das eine oder andere kleine Detail vermisse. Zum Beispiel hätte ich mir ein eingebautes GPS gewünscht oder auch die Möglichkeit, den Bildschirm auszuklappen. Aber alles in allem scheint die Nikon D4 eine solide Kamera zu sein.

Bildquelle: Nikon Europe B.V.

Visueller Gruß
Michi

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