Helau, Alaaf und Servus,

über die Nikon D800 und die Nikon D4 hatte ich ja bereits geschrieben. Jetzt habe ich ein wenig genauer darüber nachgedacht und als Update für meine Nikon D700 kommt für mich nur die D4 in Frage. Ich möchte erstens keine 36 Megapixel Kamera und zweitens möchte ich mich auch nicht mit den Datenmengen herumschlagen müssen, die eine D800 produzieren wird. Ganz davon abgesehen, bin ich bis jetzt nicht wirklich davon überzeugt, dass der 35,9 x 24,00 mm große Sensor auf den nun 36 Megapixel gequetscht wurden, keine Probleme verursachen soll.

Auf die Testergebnisse im Hinblick auf das Rauschverhalten der D800 bin ich schon jetzt sehr gespannt. Die Bildergebnisse, und auf diese kommt es mir an, werden vermutlich weniger überzeugend sein als die der D4. Ein weiterer Grund, der mich von einem möglichen Kauf abhalten wird, ist die Tatsache, dass die D800 mit 4 Bildern in der Sekunde für meine Zwecke schon sehr langsam ist.

Die Nikon D800 scheint mir doch eher eine Kamera für den Konsumerbereich zu sein. Hier haben hohe Megapixelzahlen scheinbar immer noch eine grössere Wertigkeit als ein gutes Rauschverhalten und ein großer ISO-Umfang. Meine Präferenzen liegen da eindeutig anders.

Leider trägt die D4 aber einen sehr stolzen Preis auf dem Etikett, der mich von einem spontanen Impulskauf abhält. Ganz im Gegenteil, ich muss mir zunächst Gedanken über die Finanzierung machen. Aus diesem Grund trenne ich mich jetzt auch schweren Herzens von meiner Panasonic HVX 200, die seit dem 16. Februar auf Ebay zur Auktion steht. Die Kamera ist wirklich klasse und schielte ich nicht mit einem Auge auf die D4, würde ich sie sicher nicht hergeben.

Trotz meines Sparvorhabens habe ich aber dennoch diese Woche etwas Geld in Technik gesteckt. Seit einiger Zeit liebäugle ich mit einem Monitor zur Bildbearbeitung, der eine exakte Kalibrierung ermöglicht. Ich war mir natürlich der Tatsache bewusst, dass der Glossybildschirm meines Macbook Pro nicht ausreichend kalibrierbar ist, um exakt damit arbeiten zu können. Ich habe aber bisher die Anschaffungskosten eines vernünftigen Monitors mehr gescheut als die zusätzlichen Druckkosten.

Der Ärger über Fotodrucke, deren Farben nicht im Entferntesten denen entsprachen, die ich zuvor auf meinem Klapprechner gesehen hatte, hielt sich bisher in Grenzen, aber einige Male musste ich doch in den sauern Apfel beißen und mehrfach drucken, bis ich mit dem Endergebnis zufrieden war. Dies gehört aber seit Freitag der Vergangenheit an.

Auf meinem Schreibtisch steht nun ein EIZO CG223W und ich liebe diesen Monitor schon jetzt. Das exakte Kalibrieren des Monitors entspricht einer Werksjustage und wird von der mitgelieferten Software ColorNavigator 6 perfekt und sehr zügig erledigt. Als Colorimeter für die Farbkalibrierung nutzte ich mein Eye-One Display 2. Die ColorNavigator 6 Software erkannte das Eye-One auf Anhieb und mit dem Endergebnis der Kalibrierung bin wirklich ich sehr zufrieden.

Die Auflösung des Bildschirms ist mit 1680 x 1050 Pixeln völlig ausreichend und die Farbwiedergabe ist dank des 16 Bit-Color-Prozessings sehr genau. Insbesondere in dunklen Farbtonwerten bleiben Farbnuancen und die Bildstruktur erhalten. Die 10-Bit-Farbtiefe sorgt zusätzlich für eine originalgetreue und differenzierte Farbwiedergabe. Hierbei deckt der Monitor 95% des AdobeRGB-Farbraums ab und kann so mit einer Milliarde Farben selbst kleinste Tonabstufungen darstellen.

Das Kontrastverhältnis liegt bei 950:1 und die Helligkeit des Bildschirms ist mit 270 cd/qm angegeben. Für mich ist der Monitor ein perfektes Mittel, um Bilder optimal zu  retuschieren und um eine Vorhersage über die Druckergebnisse treffen zu können und hierdurch spare ich letztendlich viel Zeit und Geld.

Visueller Gruß

Michi

p. s.: Für alle, die die närrische Zeit genauso mögen wie ich… es ist bald Mittwoch :)

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