Moin Moin,

wie schnell doch die Zeit vergeht, nun sind schon wieder 4 Monate vergangen seit ich aus dem Wilden Westen zurück im nicht so wilden, aber dafür um so kälteren, Deutschland gelandet bin. Vor lauter Aufregung über Wohnungseinbruch, Weihnachten, Wulff, Nikon D4 und D800 habe ich glatt vergessen, den Bericht zu meinem FEISOL Stativ zu schreiben. Dank eines Leserkommentars von Michael, dem es auf der Jagd nach einem passenden Stativ wohl ähnlich ergangen ist wie mir, wurde ich aber am Mittwoch daran erinnert. Aus diesem Grund schreibe ich heute meinen Erfahrungsbericht zum FEISOL Reisestativ CT-3441SB.

Das Stativ hat meine Erwartung an Gewicht und Platzbedarf voll erfüllt. Es lässt sich zusammengeklappt super im Koffer oder Rucksack verstauen und stört dort auch nicht wirklich. Die gute Qualität des Materials hat sich bestätigt, denn trotz eines überfüllten und kurz vor dem Platzen stehenden Koffers, in den ich dann noch das Stativ quetschten musste, hat es die Reise über den großen Teich schadenfrei überstanden.


Der Stativaufbau geht mit etwas Übung sehr schnell und wenn es steht, dann steht es eigentlich auch recht stabil. Der mitgelieferte Kugelkopf FEISOL CB-40D ist brauchbar, aber manchmal hatte ich schon das Gefühl, die Fixierschrauben für die Kameraposition fast überdrehen zu müssen, um einen richtigen Halt für die Kameraposition zu bekommen. Extreme Schräglagen hat der Kugelkopf aber bei hohem Gewicht trotzdem nur begrenzt zugelassen.

Für meinen Start ins Reisestativ-Leben habe ich meine Wahl sicher nicht bereut. Mit der Stabilität war ich aber manchmal etwas unzufrieden, denn für manche Situationen ist es einfach zu leicht. Wenn auf freiem Feld der Wind nicht nur ein angenehmes Lüftchen ist, sondern eher ein leichter Sturm mit starken Böen, bewegt es sich mit aufgesetzter Kamera wie ein Blatt im Wind. Das macht ein scharfes Bild so gut wie unmöglich. Ich habe teilweise meine gesamte Fotoausrüstung an das Stativ gehängt, um dadurch wenigstens etwas Stabilität zu erhalten.

Dieses Problem liegt aber nicht an FEISOL, sondern ist ein generelles Problem von leichten Stativen. Obwohl mir dieser Nachteil auch vorher theoretisch schon bekannt war, ist die praktische Erfahrung damit aber schon etwas völlig anderes. Trotz dieses Nachteils ist mein kleines Blaues FEISOL wohl auch auf meiner nächste Reise mit dabei, dann aber mit einem besseren Kugelkopf. Für den normalen Gebrauch ist der FEISOL CB-40D aber sicher keine falsche Wahl.

Obwohl ich mein FEISOL also sehr schick, leicht und praktisch finde, eins hat es aber nicht geschafft, ich gehe immer noch möglichst ohne Stativ aus dem Haus. Dies liegt aber nicht daran, dass mein FEISOL ein schlechtes Stativ ist, sondern eher an meiner Faulheit es mit mir herumzuschleppen. Das  gibt es zwar nicht mehr in der Farbe blau, aber ich würde es wohl trotzdem jederzeit wieder kaufen.

Apropos kaufen, diese Woche habe ich meine Nikon D4 beim Händler meines geringsten Misstrauens vorbestellt. Ab jetzt bin ich glücklicher Inhaber des Warteplatzes 22 für Berlin und bundesweit stehe ich für meinen Händler auf Warteplatz 133 bei den Vorbestellungen der Nikon D4. Sollte nicht noch etwas gravierendes dazwischen kommen und die Lieferungen von Nikon so verlaufen wie mein Händler es erwartet, werde ich wohl mit etwas Glück Ende Juli meinen neuen Schatz in Händen halten, sofern mir mein Finanzierungsplan keinen Strich durch die Rechnung macht.

Gestern Abend fotografierte ich übrigens meine erste Live Modenschau. Das Berliner Label Kittelschürze stellte auf der Karl Marx Allee seine aktuelle Kollektion vor. Bei diesem Fotoshooting habe ich erstmals die Grenzen des Autofokus an meiner Nikon D700 zu spüren bekommen. Obwohl ich mit den Ergebnissen recht zufrieden bin, freue ich mich jetzt um so mehr auf eine Nikon D4. In solchen Situationen sollte ich dann zukünftig weniger ins Schwitzen kommen.

Visueller Gruß

Michi

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