Servus,

zwei Wochen ist es nun her, seit TUTU-Fashion aus Berlin auf der Karl-Marx Allee die neue Kollektion unter dem Label Kittelschürze zeigte. Wie aufmerksame Leser meines Blogs wissen, durfte ich dort mein erstes live Fashion-Shooting absolvieren! Wenn ich ehrlich bin, so war ich wegen diesem Fototermins schon etwas aufgeregter als an anderen Tagen beim Fotografieren. Der Start verlief zu allem Übel, wie sollte es auch anders sein, erstmal im Chaos.

Die Show sollte um 20.00 Uhr starten und ich traf mich mit Martin vier Stunden zuvor, um die Gegebenheiten der Location zum Fotografieren vor Ort zu inspizieren. Da es das Wetter zuließ, öffnete ich auf der Hinfahrt das Dach meines Minicoopers einen Spalt und wir genossen den einströmenden Fahrtwind dieses Frühlingstages. Als wir dann auf der Karl-Marx-Allee eintrafen, konnte ich meinen kleinen Wagen aber nicht mehr dazu überreden, das Dach auch wieder zu schließen.

Ganz im Gegenteil, das Dach öffnete sich bis zum Anschlag und gab so den Blick auf den sich mittlerweile mit schwarzen Wolken zuziehenden Himmel frei. Klasse, so etwas muss natürlich immer genau dann passieren, wenn ich es am wenigsten gebrauchen kann. Alle Versuche das Dach doch noch zu schließen, blieben erfolglos.

Kurzerhand klebte ich das Schiebedach des Wagens notdürftig mit einer Wärmedecke aus dem Verbandskasten ab, die mir Martin in die Hand drückte. Danach rief ich beim BMW Service, an der einen Wagen mit einem Techniker schicken sollte. Dann machte ich mich, mittlerweile leicht genervt, mit Martin und einem Berg an Fotoausrüstung in der BarBabette breit, die als Location für die Show diente.

Nach den ersten Aufnahmen während der Choreografie-Proben der Show merkte ich recht schnell, dass mein Problem mit dem Autodach an diesem Abend nicht das einzige bleiben würde. Der Autofokus meiner Nikon D700 hatte mich bis zu diesem Tag bisher nie wirklich im Stich gelassen. Bei diesen Lichtverhältnissen jedoch, in Verbindung mit den sich schnell bewegenden Models, hatte ich dann erstmalig leichte Probleme die Schärfe immer am richtigen Platz zu finden.

Gegen 18.00 Uhr traf der Techniker von BMW ein und innerhalb von 5 Minuten war das Autodach geschlossen. Dass nenne ich mal zügig und nebenbei kostete mich der ganze Spass, abgesehen vom Ärger über das offene Dach, nur ein Trinkgeld an den BMW-Techniker. Dickes fettes Lob an diesen Service, so machen Pannen Spaß.

Zurück in der BarBabette startete dann auch schon die Generalprobe zur Show und ich verballerte meine ersten 150 Bilder. Der Style der Kittelschürzen weckte in mir  Erinnerungen an die 80‘er Jahre. Bunt, frech und schrill präsentierte sich die neue Kollektion von TUTU-Fashion und das eine oder andere Teil würde ich mir sogar eventuell selbst kaufen, wenn sie mir in einem Geschäft in Hände fielen. Die Choreografie der Show war perfekt auf die Kollektion abgestimmt und ich hatte beim Fotografieren wirklich Spass.

Um 20.00 Uhr war die BarBabette bis auf den letzten Platz gefüllt und ich konnte meine Position zum Fotografieren mit Erfolg tapfer verteidigen. Während der Show landeten weitere 200 Bilder auf meinem Speicher, aber die Probleme mit dem Autofokus an meiner Kamera, blieben leider bestehen, wie ich später am Rechner feststellen musste.

Martin sagt immer: „Das Problem steht meist hinter der Kamera!“ und damit mag er sogar recht haben, denn ich hatte ja auch bisher keine grossartige Erfahrung beim Fototgrafieren von Modenschauen sammeln können. Aber auch die verwendete Kamera spielt eben doch eine gewisse Rolle und gefühlt gebe ich meiner sonst so geliebten Nikon D700 eine 60% Mitschuld daran, dass 35% der Bilder dieses Shootings direkt im Müll landeten. Trotz der vielen Verluste bin ich aber mit meiner Bildausbeute von diesem Event sehr zufrieden.

Vor ein paar Tagen bekam ich dann auch Rückmeldung von TUTU über meine Bilder, die ihr wohl wirklich gefallen. Das freut mich natürlich ganz besonders, aber vor allem freue ich mich darüber, dass ich meine Bilder der Show auch hier auf Planexi.de veröffentlichen darf. Vielen herzlichen Dank noch einmal an TUTU und ihr Team.

Einen letzter Punkt des Abends bei den Kittelschürzen möchte ich aber nicht unerwähnt lassen. Nach der Show gab es sozusagen als krönenden Abschluss dann auch noch etwas zu futtern. Verdammt, ich habe in meinem Leben sicherlich schon sehr viele Curry-Würste gegessen, aber dass, was die Menschen da vom Ku‘damm 195 zaubern, ist wirklich das Geilste, was man aus einer profanen Currywurst machen kann. Absoluter Planexi.de Futtertipp in Sachen Wurst!

Visueller Gruß

Michi

 

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