Servus,

da wacht man morgens nichts ahnend auf, öffnet die Balkontür und PUFF, wird man von hochsommerlicher Hitze erschlagen. Samstag war es hier so verdammt heiß, dass ich kurzfristig nicht sicher war, ob Berlin plötzlich im Death Vally liegt. Wieso um alles in der Welt kommen solche Wetterumbrüche immer so plötzlich? Da wird man ja bekloppt im Kopf, Balkontür wieder zu und ab an den Schreibtisch, meine D4 bestaunen.

Diese habe ich jetzt schon eine ganze Woche im Einsatz und ich grinse nicht nur immer noch, sondern immer gewaltiger. Bei dieser Kamera gibt es aber so was von überhaupt nichts zu mosern. Mir fällt es sogar sehr schwer, auch nur einen einzigen Kritikpunkt zu benennen. Wenn ich wirklich etwas bekritteln müsste, dann höchstens die Inkonsequenz von Nikon bei den Fächern für die Speicherkarten.

Das Nikon neben dem CF- auch einen Steckplatz für die neuen XQD-Karten von Sony in der D4 verbaut hat, ist bei der Schreibgeschwindigkeit, die mit diesem neuen Speichermedium erreicht wird, absolut richtig. Wieso aber dann nur einen und nicht gleich zwei? Die XQD-Karten sind wirklich klasse, und ich ertappe mich sogar manchmal dabei, nervös zu werden, wenn die eine XQD voll beschrieben ist.

Dass das absoluter Unsinn ist, da ich die extreme Geschwindigkeit der Kamera in Verbindung mit einer XQD-Karte nur selten brauche, ist mir vollkommen klar. In Wirklichkeit merke ich nichtmal bewusst, dass meine D4 plötzlich auf die CF-Karte schreibt, wenn die XQD voll ist. Natürlich ist dieser Kritikpunkt absolut konstruiert, denn eigentlich finde ich es gut, meine alten CF-Karten auch weiterhin nutzen zu können.

Das Gejammer mancher Fotografen, die wie ich mit der Nikon D4 arbeiten, über einen gelben Farbstich des Displays kann ich nicht nachvollziehen. Zumindest mein Display zeigt mir die Bilder und Farben so an, wie ich sie mir vorstelle. Mit der D4 habe ich seit letzter Woche knapp 1500 Bilder gemacht. Der Autofokus, die ISO-Leistung und die Ergonomie der Kamera ist einfach nur fantastisch. Die Arbeit mit der Nikon D4 macht mir so einen Riesenspaß, dass ich sie überhaupt nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Und zum Fotografieren habe ich zur Zeit Gelegenheiten ohne Ende. Mittlerweile arbeite ich nebenbei als freier Fotograf für WENN.com und Klatsch-Tratsch.de. In den letzten Tagen hatte ich einiges an deutscher Prominenz vor der Kamera. Zu dieser Bussi Bussi Gesellschaft  kann man ja nun stehen wie man will, mir ist sie eher vollkommen egal, es sind einfach nur Menschen. Aber das Fotografieren am Roten Teppich macht mir wirklich Spaß.

Ich für meinen Teil hatte manches Mal echt viel zu schmunzeln. Eines meiner Highlights aus der letzten Woche war ein Auftrag von Klatsch-Tratsch.de, der mich zur Vorstellung der Tapetenkollektion von Harald Glööckler im Hotel de Rome in Berlin führte. Wer den Herrn Glööckler nicht kennt, dass ist der Pompös-König mit den Strass-Krönchen-T-Shirts aus dem Teleshop.

Mein absoluter Respekt vor so viel Selbstinszenierung. Übrigens, ich glaube der Herr Glööckler ist, nebenbei bemerkt, ein sehr lieber Zeitgenosse, auch wenn mir die gefühlte Reinkarnation von Liz Taylor und Michael Jackson in einer Person etwas suspekt ist. Beim Fotografieren hatte ich auf jeden Fall verdammt viel Vergnügen.

Bei Gelegenheit plaudere ich dann auch mal ein wenig über die Schlacht am Roten Teppich mit dem ein oder anderen sehr sehr wichtigem „Fotografen“ und ein paar wenigen wirklich netten Kollegen. 

Für heute halte ich mich aber noch bedeckt und sammle noch ein wenig mehr Blog-Futter. Für die nächste Woche stehen für mich wieder ein paar spannende Termine im Kalender, auf die ich mich schon jetzt freue. Bist dahin, wie immer,

Visueller Gruß,

euer Michi

Eine Antwort auf Mit meiner D4 am Roten Teppich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *