Hi, folks!

Kennt Ihr das? Ihr steht nichts ahnend in einer halbdunkeln Strasse und plötzlich zerschneidet ein grelles Blitzlicht direkt vor euch die Nacht. Kurzzeitig flimmern kleine Punkte vor euren Augen und man wird das Gefühl nicht los, nun unwiderruflich blind zu sein.

Der Blitz entsprang aber nicht einer aufgeladenen Wolke am Himmel sondern lediglich dem Blitz eines fotografierenden Passanten. Dass ein solcher Blitz neben der Sehfähigkeit des Angeblitzten gerne auch die vorherrschende Lichtsituation und Atmosphäre am Ort des Geschehens zerstört, ist einer der Gründe, warum ich einen Blitz nur ungern einsetze.

Manchmal ist es sogar äusserst dämlich zu blitzen, zum Beispiel dann, wenn auf Konzerten oder Veranstaltungen mit Projektionen gearbeitet wird. Ein Beispiel hierfür, welches ich noch immer genau vor mir sehe, war das Konzert von Pink Floyd im letzten Jahr. Da haben doch wirklich einige Besucher der O2-Arena während des Konzertes Fotos mit Blitz gemacht.

Dass eine durch Videoanimationen stimmungsvoll bestrahlte Mauer aus weißen Styroporsteinen durch einen Blitz später auf dem Bild einfach nur weiß ist, sollte doch eigentlich auch einem Hobbyknipser klar sein. Manchmal ist ein Blitzlicht aber leider unumgänglich.

Am Red Carpet zum Beispiel. Der Rote Teppich ist zwar oft mehr oder weniger gut ausgeleuchtet, aber perfekt bei weitem nicht. In solchen Aufnahmesituationen auf einen Blitz zu verzichten, geht leider gar nicht. Man hat einfach keine Zeit, lange an der Kamera herumzustellen, um eine perfekte Belichtung des Bildes zu erzielen. Von Verwacklern durch lange Belichtungszeiten mal ganz abgesehen.

Die zu fotografierende Meute eilt posierend von Fotograf zu Fotograf und lässt sich bereitwillig immer und immer wieder diese lustigen kleinen Punkte auf die Augen ballern. Und die so geblendeten Sternchen, halb blind vom Blitzlicht, erreichen meist sogar ohne zu stürzen oder mit dem Kopf irgendwo gegen zu laufen das Ende des Teppichs. Nein, ich wollte hier absolut nicht die Rollen tauschen.

Mir als Fotograf kann höchstens mal der Ellbogen meines Nachbarn im Gesicht kleben, aber dagegen weiß ich mich zu wehren. Froh bin ich aber darüber, dass heute keiner mehr mit kleinen Blitzlichtbirnchen arbeitet, anderenfalls würde ich nach spätestens zwei Minuten knietief in Scherben stehen. Und ein Fakir bin ich ja bekanntlich nun wirklich nicht.

Blitzen im Dauerfeuer frisst nebenbei übrigens ganz schön die Akkus leer. Deshalb habe ich mir jetzt ein Powerpack geleistet, das einen vorschnellen Energieengpass verhindern soll. Eine günstige Alternative ist der Propac PB820 der Firma Godox. Die Leistung des Akkus ist ausreichend für einen Abend Dauerfeuer.

Laut Hersteller schafft der Akku 250-300 Blitzauslösungen und bisher habe ich nichts Gegenteiliges festgestellt. Wichtig beim Einsatz des PROPAC ist ihn vor Gebrauch aber auch einzuschalten. Ein Punkt, den ich beim ersten Einsatz dummerweise vergessen hatte. Dies hat mir der Blitz dann mit Streik gedankt hat. Solche Dinge passieren mir aber sicher nur einmal.

Das Blitzgerät benötigt aber trotz des Power Packs für die interne Blitzsteuerung immer noch eine Ladung Batterien. Der PROPAC übernimmt lediglich die Aufladung des eigentlichen Blitzlichts. Dass man aber auch ohne Blitz mit der Nikon D4 scharfe und verwacklungsfreie Bilder machen kann, habe ich erst gestern Abend wieder auf der  Launch Party des neuen Albums “Evolution” von Paul van Dyk erfahren dürfen.

Die hier entstanden Bilder habe ich alle aus der Hand, ohne Blitz und ohne Stativ gemacht. Beim Sichten der Bilder am Rechner hatte ich fast Pipi in den Augen vor Begeisterung über die Leistung meiner neuen Kamera. Wenn ihr mich jetzt fragt, ob ich diese Bilder mit meiner Nikon D700 genauso gut hinbekommen hätte, vielleicht schon, nur wäre dabei sicher mehr als die Hälfte unscharf, unterbelichtet und so verrauscht gewesen, dass ich sie nicht hätte nutzen können.

Ach und erinnert ihr euch noch an die Geschichte mit den Handy-Ravern auf dem Berlin Summer Rave. Gestern Abend war es genauso… Schade eigentlich

Visueller Gruß

Michi

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