Hallo Ihr,

vor einem Jahr belegte ich an der Lette Akademie einen Kurs im Bereich Portraitotografie. Menschen zu fotografieren, war mir bis dahin irgendwie fremd. Ich mochte Tiere, heruntergekommene Bauruinen, Natur und abrissreife Häuser. Letztlich fotografierte ich grundsätzlich Motive, die sich im Anschluss nicht darüber beschweren konnten, was ich mit ihnen oder den Bildern angestellt hatte.

Die Idee einfach mal einen Kurs zu belegen, der mich in dieses für mich eher ungeliebte Gebiet der Fotografie von Menschen einführt, kam ursprünglich von meinem Huhn. In diesem Portrait-Workshop lernte ich viel über Menschen, Licht und Fotografieren im allgemeinen. Darüber hinaus lernte aber auch Martin Becker kennen, den Leiter dieses Kurses und ein Meister seines Fachs.

Heute, etwas über ein Jahr später, fotografiere ich fast nur noch Menschen, mache Portraits und habe sehr viel Spaß an dieser Arbeit. Martin ist seit dem Kurs im letzten Jahr zu einem guten Freund und Mentor für mich geworden und wir planen für die Zukunft gemeinsam ein paar interessante Sachen.

Ein Teil dieser Planungen sind Fotokurse, die wir in Form von Wochenendseminaren anbieten wollen, um auch Anderen die Freude am Fotografieren von Menschen zu vermitteln.

Unser Workshop soll jetzt aber nicht der x-te Fotografiekurs werden, sondern wir möchten etwas Besonderes machen. Wir wollen einen Workshop anbieten, der sich von anderen Fotokursen unterscheidet. Deshalb feilen wir gerade noch an unserem Konzept. Einen Raum für den Kurs in Berlin haben wir aber mittlerweile schon gefunden.

Zurück zum Thema Lette Akademie. Letzte Woche fanden, wie auch im letzten Jahr, die Sommerkurse an der Lette Akademie statt. Darunter auch Martin Beckers Portrait-Workshop. Da in fast allen Kursen von Martin bisher auch immer wieder Fragen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen aufkamen, in denen man sich beim Fotografieren bewegt, bat mich Martin darum, ihn in dieses Mal in seinem Kurs zu unterstützen.

Ich hatte mich auf das Thema Medienrecht schon seit längerem vorbereitet, da Martin und ich dieses Thema auch in unseren eigenen Seminaren behandeln werden. Die Schwierigkeit dabei lag für mich in der Tatsache, dass meine Vorlesung zum Thema Medienrecht nicht zu einer Art Rechtsberatung werden darf. Den Anschein zu erwecken, dass mein Vortrag im Fall der Fälle einen Anwalt ersetzen könnte, ist keinesfalls mein Ziel.

Mein Vortrag war für den Freitag eingeplant. Ich verbrachte jedoch fast die gesamte Woche mit Martin gemeinsam an der Lette Akademie, um ihn und die Kursteilnehmer zu unterstützten. Als es dann am Ende der Woche soweit war, und ich meinen Vortrag über Medienrecht halten wollte, war ich dann trotzdem etwas aufgeregt. Unter den Teilnehmern befand sich nämlich auch ein richtiger Anwalt.

Bloß keinen Unsinn erzählen, dachte ich mir, da ich mir einen juristischen Schlagabtausch mit einem Fachmann unbedingt ersparen wollte. Die Zeit, die ich für meinen Vortrag hatte, war darüber hinaus auch noch sehr stark begrenzt und so versuchte ich, so viele Informationen wie möglich zu vermitteln.

Ich referierte über Facebook, Panoramafreiheit, Manipulationen an Bildern, Model-Release Verträge und das Recht am eigenen Bild. Weiterhin sprachen wir über Personen des öffentlichen Lebens und der Zeitgeschichte, sowie über den allgemeinen Irrtum über das Fotografieren von Menschen in Gruppen und über das Urheberrecht.

Für mich war es mein erster Vortrag zum Thema Medienrecht und abschließend betrachtet, war ich mit mir sehr zufrieden. Eins ist mir aber für zukünftige Vorträge klar geworden, es besteht bei vielen Menschen sehr hoher Bedarf und vor allem aber auch Interesse am Thema Medienrecht und ich brauche mehr eingeplante Zeit für meinen Vortrag, um auf Fragen genauer eingehen zu können.

Übrigens, Ende August wollen Martin und ich unseren ersten Wochenendkurs in Berlin anbieten. Alles weitere zum Kurs erfahrt ihr in Kürze hier auf Planexi.de

Visueller Gruß

Michi

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