Hallo Ihr,

bevor ich Euch vom letzten Wochenende erzähle, will ich nicht unerwähnt lassen, dass ich im Herbst wieder an der Lette Akademie, Martin Becker und seinen Portrait-Workshop begleiten werde. Für alle, die sich für Portraitfotografie interessieren ein absoluter Geheimtipp. Nebenbei erfahrt ihr dann von mir einiges zum Thema Medienrecht für Fotografen. Nun aber zum Thema von letzter Woche.

Wie ich letztes Wochenende schon andeutete, begleitete ich den New Music Award mit der Kamera. Der New Music Award ist ein Wettbewerb für junge noch unbekannte Musiker und Bands, der jedes Jahr von der ARD und neun seiner angeschlossenen Rundfunkanstalten ausgeschrieben wird. Jedes der neun Radioprogramme schickt einen Favoriten ins Rennen, die dann gegeneinander antreten. Das Finale fand wie auch schon im letzten Jahr im Admiralspalast in Berlin statt.

Über solche Preisverleihungen und Wettstreits kann ja nun jeder denken, was er will, ich für meinen Teil finde, dass wenn zu viele verschiedene Musikstile aufeinander treffen, ist der Wettstreit für mich generell eher unfair. Die Bands und Künstler jenseits des Mainstreams haben meines Erachtens dort generell einen schwereren Stand.

Nicht das mich hier jemand falsch versteht, ich finde es absolut richtig jungen Kreativen ein Podest zu geben und dieses mit einem Preis zu versehen, um sie zu fördern, aber dann doch bitte in unterschiedlichen Kategorien, erst recht, wenn der Preis von einer wie auch immer zusammengestellten Jury ausgelobt wird.

Der subjektive Musikgeschmack der einzelnen Jurymitglieder wird immer in die Bewertung der Kandidaten mit einfließen, hiervon kann sich sicher keiner freimachen und da können es einzelne Künstler unter Umständen von vornherein echt schwer haben.

Die diesjährigen Gewinner, TONBANDGERÄT, hatten eine perfekte Show, ein perfektes Auftreten und perfekt populäre Musik und irgendwie werde ich auch nach einer Woche des darüber Schlafens das Gefühl nicht los, dass der Preis bei anderen Band sicher besser aufgehoben gewesen wäre. Was letztlich hinter der Entscheidung der Jury gesteckt hat, gerade diese Band mit dem Preis zu belegen, musikalisch gesehen gab es meiner Meinung nach deutlich interessantere Bands auf der Bühne; und ja, auch meine Meinung ist subjektiv.

Für mich waren Jan Röttger aus Wuppertal, Anne Haight aus Berlin, Manuel Kant aus Landshut, Who killed Frank? aus Rotenburg/Wümme und Adolar aus Leipzig deutlich spannender, obwohl unter diesen Bands auch Musik vertreten war, die weit an meinem Musikgeschmack vorbeiging.

Am Donnerstag wurde übrigens die Nikon D600 offiziell vorgestellt. Ich habe lange überlegt, ob ich hierüber einen gesonderten Artikel schreibe und mich letztlich dagegen entschieden. Der Grund hierfür liegt in meinem Besuch der Photokina nächste Woche.

Ich möchte euch gerne meinen ganz persönlichen Eindruck von der Kamera mitteilen, ohne einfach nur bei Nikon abzuschreiben. Die Chance die Kamera auf der Photokina in die Hand zu nehmen, zu testen und danach darüber zu berichten, bringt uns allen sicher mehr, als sich einfach nur auf die Werbeaussagen von Nikon zu verlassen. Ich hoffe, Ihr seht das ähnlich.

Einen Anmerkung zur Nikon D600 möchte ich mir aber dennoch erlauben. Als ich von den Gerüchten gelesen hatte, dass Nikon eine FX Kamera angeblich zu einem Preis von deutlich unter 2000,- € auf den Markt bringen will, war ich echt begeistert. Jetzt steht der Preis bei 2149,- €, dass ist sicherlich kein wirklicher großer Anreiz für viele aus dem DX Lager, auf FX umzusteigen.

Dass die Nikon D600 diesen Preis nicht wert ist, glaube ich nicht, aber ich finde Nikon verschenkt hier eine sehr große Chance neue Kunden zu gewinnen.

Visueller Gruß,

Michi

5 Antworten auf New Music Award und Nikon D600

  • Michael Kaersten sagt:

    Moin Michi,

    ich habe mir gestern die D600 gekauft, mit MB-D14 und den ganzen drumrum. Ich war erst von den vielen Möglichkeiten der Einstellungen erschlagen ( D90 vorher ) , es dauert seine Zeit die ganzen Zusatzfunktionen zu verarbeiten.
    Ich bin von der Maschine begeistert, da hat sich das Warten gelohnt, wollte erst noch die D700 kaufen. Bei IPS in Hamburg kostet sie 1993€ und mit dem Kleinkram 2300€, viel Geld aber nun ist die Ausgabe abgehakt. FX war das Ziel!
    Ich habe ein 24-70/2.8 zum Testen mitbekommen, da ich noch nicht 100% zum Objektiv schlüssig bin. Die Option mit dem 24-85/3.5-4.5 ist ja noch vorhanden, eben mal 1000€ Unterschied. Mit VR würde ich es ungesehen mitnehmen dieses 24-70.
    Was meinst Du, mit Deiner Objektivität :-) ?

    Mfg Michael

    • Michi sagt:

      Hallo Michael,

      meinen Glückwunsch zu Deiner ersten FX-Kamera. Mein Sprung, damals von der D90 zur D700 war auch erstmal aufregend aber Du wirst Dich sehr schnell zurechtfinden, ist ja schließlich eine NIKON :)

      Das 24-70 ist ein tolles Objektiv, ich habe es immer noch regelmäßig im Einsatz und mich hat das Fehlen der VR-Funktion niemals wirklich gestört. Natürlich sind 1000,-€ unterschied im Preis gewaltig aber glaub mir, sollte es Dir nicht all zu wehtun diesen Preis zu stemmen, bist du mit dem 24-70 sicherlich besser aufgestellt. Variabele Blenden in günstigeren Objektiven können manchmal echt nerven, dass sehe ich immer wieder in meinen Schulungen in Portraitfotografie.

      Ich Persönlich neige übrigens zur Zeit immer mehr zu Festbrennweiten. :)

      Visueller Gruß

      Michi

  • Pingback: Photokina mit Verspätung | Michael Fricke / PlaneXi.de©

  • Michael Kaersten sagt:

    Hallo Mich,

    Am 29.09.12 habe ich die Verbindung zwischen Kamera & 24-70/2.8 hergestellt, preislich hatte ich mir diese Option ja schon schön geredet. Eigentlich kaufe ich da schon spontaner, aber ich hatte noch das 24-120/4 ausprobiert um alle Optionen mal abzuwägen. Dies ist der Vorteil bei einem Fachhandel. Man bezahlt zwar etwas mehr, geht aber zufrieden. Ich hoffe die Kombi werde ich nicht bereuen. Danke für Deine Antwort, ich werde ja für FX nun doch etwas mehr Glas einkaufen. FX-DX ist deutlich im Display zu erkennen–>ein Quantensprung für mich. Ich werde mal wieder einen Workshop besuchen um alles etwas aufzufrischen.

    Mfg Michael

    • Michi sagt:

      Hallo nochmal,

      Kameras und Objektive kaufe ich auch immer lieber im Fachhandel, beim Kleinkram greife ich gerne mal aufs Netz zurück! Es ist ja nicht nur das Ausprobieren, auch hat man im Fachhandel einfach mal schneller eine Frage geklärt! Hast also alles richtig gemacht :)

      Visueller Gruß

      Michi

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