Hallo Ihr Lieben,

letzte Woche habe ich zum ersten mal eine Pause beim Bloggen eingelegt. Hugo war seit meinem fünften Lebensjahr immer für mich da, stand mir vorbehaltlos zur Seite, half mir wo immer er nur konnte und dabei behandelte er mich genau so, als wäre ich sein eigener Sohn. Dafür bin ich Ihm auf ewig dankbar.

Aber trotz meiner Traurigkeit, das Leben geht weiter und auch hier auf Planexi soll es ab dieser Woche weiter gehen wie bisher.

Mit einer Woche Verspätung nun also mein Bericht zur Photokina. Die Anreise verlief relativ reibungslos. Die üblichen Anzugträger im Flugzeug, dünner Kaffee und kalte Getränke vom Bordpersonal und mit einer Stunde Verspätung in Köln gelandet. Der „Pilot“ hat den Anlasser des Flugzeugs nicht finden können. Eine wirklich vertrauenserweckende Maßnahme meiner Fluggesellschaft.

Lachen musste ich beim Einsteigen in die S-Bahn in Köln, die mich direkt mit Karnevalsgesang in der Stadt der Jecken Willkommen hieß. Karneval im September, einfach bekloppt. Angekommen auf der Messe startete ich erstmal ziellos mit einem Rundgang durch die ganzen Hallen, um mir einen kleinen Überblick zu verschaffen.

Da mein erster Tag noch für die Presse und Fachbesucher reserviert war, kam ich gut voran und hatte ausreichend Platz. Was es dagegen heißt an einem gewöhnlichen Besuchertag auf der Photokina zu sein, erfuhr dann ich einen Tag später.

Der zweite Tag auf der Photokina war die Hölle, ich möchte mir nicht vorstellen was erst am Wochenende auf dieser Messe los ist. Menschen in Massen schleppten Tonnen von Tüten, Prospekten und Werbematerial hinter sich her. Ich werde nie verstehen, wieso man sich so viel Müll mit nach Hause nimmt, wo doch letztlich alle Informationen zu den Produkten auch im Internet zu finden sind. Aber zurück zum Thema.

Viele Aussteller auf der Photokina protzten regelrecht mit großen, teilweise sogar gewaltig wirkenden Ausstellungsflächen und schicken Dekorationen. Die Firmen präsentierten ihre Waren oder Dienstleistungen und scheuten dabei scheinbar keine Kosten. Bei dieser Art des zur Schau stellens sind die Unternehmen der Kamerahersteller natürlich ganz vorne mit dabei. Im Vergleich zu Leica, Canon, oder Sony kommt allerdings Nikon absolut bescheiden daher. Die Ausstellungsfläche wirkt schlicht aber praktikabel und diese Schlichtheit macht mir die Marke Nikon durchaus noch sympathischer.

Nach etwa fünf Stunden hatte ich meinen ersten Rundgang mit einigen kleinen Zwischenstopps bei diversen Ausstellern beendet und zog mein Resümee von der Photokina 2012. Wortwörtlich schrieb ich dazu in mein Notizbuch: „ Viel aha, ein wenig ach so, aber so gut wie keine begeistertes oooh!“ Kurzgesagt, die Photokina hatte für mich keine besonders hervorzuhebenden Neuigkeiten oder innovativen Weiterentwicklungen zu bieten.

Es war sicherlich alles da, was ich sehen wollte, ich konnte alles ausprobieren und anfassen, das mich interessierte, aber dass war es dann auch schon. Als größtes Highlight auf der Messe schienen mir die Fotoapparate mit Androide Betriebssystem zu sein, aber wer braucht dass und vor allem was ist daran so toll? Meine Begeisterung hält sich auch bei diesem Thema in sehr bescheidenen Grenzen.

Alles in allem war mein Besuch auf der Photokina aber durchaus produktiv. Meine offenen  Fragen bezüglich Blitzanlage und neuen Objektiven konnte ich für mich zum größten Teil abhaken. Auch bei der Suche nach einem anderem Stativ bin ich ein ganzes Stück weiter kommen. Zu guter letzt habe ich dann auch die Nikon D600 in die Hand bekommen und konnte sie ein wenig testen.

Die inneren Werte der Nikon D600 sind wirklich ok, dagegen kann man einfach nichts sagen. Sicherlich wird die Kamera auch die Leistung bringen die man von einer Kamera dieser Preisklasse erwartet, aber trotzdem sehe ich ein paar große Mankos. Das Kameragehäuse ist für meinen Geschmack einfach etwas zu klein. Abgesehen davon finde ich die Bedienungselemente der Kamera sehr gewöhnungsbedürftig. Die doppelt angebrachten Funktionswahlräder mag ich ehrlich gesagt überhaupt nicht.

Wäre die Technik der Nikon D600 in einem Gehäuse verbaut, das mit der Nikon D800 vergleichbar ist, wäre die D600 es eine wirklich klasse Kamera. Auch den Preis finde ich für diese Kamera absolut zu hoch, aber das hatte ich ja ohnehin schon vor zwei Wochen geschrieben. Trotzdem wird diese neue Kamera von Nikon sicherlich ihre Käufer finden, ich werde allerdings nicht dazu gehören und dass nicht, weil ich mir zur Zeit keine Kamera kaufen möchte.

Eine Blitzanlage, die für meine Bedürfnisse wie gemacht scheint, habe ich auf der Messe auch gefunden, wobei gefunden eher das falsche Wort ist. Aber dazu nächste Woche mehr. Für heute erst einmal genug von der Photokina. Die nächsten Wochen werde ich das eine oder andere meiner Messethemen noch einmal genauer vertiefen. Bis dahin wie immer,

visueller Gruß

Michi

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