NeujahrsmondFrohes neues Jahr meine Lieben,

das Blog 2013 beginne ich dieses Jahr wieder am ersten Januar mit der Aufarbeitung des Neujahrsgesülze unserer erfolgreichsten Kanzlerin „ever“. Wie schon vor einem Jahr bereitet uns Frau Merkel auf ein schweres Jahr vor. Logisch, ist doch die 13 die Unglückszahl schlechthin. Gewundert habe ich mich aber schon, als unsere gute Angela im ersten Abschnitt ihrer wundersamen Rede von den vielen 50-jährigen Jubiläen sprach, die sich in diesem ach so furchtbaren Jahr ankündigen.

Wenn Feierlichkeiten wie zum Beispiel die des 50. Geburtstag von „Dinner for One“ die einzigen Lichtblicke in 2013 sein sollten, schaut es wohl wirklich finster aus mit unserem Land im bevorstehenden Jahr. Diese Jubiläumsvorschau war aber auch erst der Anfang dieses in weiten Teilen eher bedeutungslosen Geschwafels.

„The same procedure as every year“ Die obligatorischen Aufrufe zu mehr Leistungsbereitschaft, mehr Mut, mehr Zuversicht, mehr Geduld und natürlich auch ein Gedenken an diejenigen, die den Karren Deutschland alltäglich am Laufen halten oder aus dem Dreck ziehen. Gedenken natürlich auch an die Menschen, die sich zum Schutze unser aller in diversen Kriegen selbstlos zum Kanonenfutter instrumentalisieren lassen.

Bei einem Satz aus Merkels Rede wurde mir allerdings leicht übel. Frau Merkel zitiert Adolph Kolping mit den Worten „Wer Mut zeigt, macht Mut“. Diesen Herrn Kolping zu zitieren, klingt bei Frau Merkel für mich schon fast wie Hohn.

Mutig ist Merkel und ihre ach so „erfolgreichste Regierung“ sicherlich nicht. Es ist nicht mutig Dinge auszusitzen und darauf zu hoffen, dass diese in Vergessenheit geraten. Es ist genauso wenig mutig, mit immer den selben Phrasen die immer selben wichtigen Entscheidungen zu vertagen. Und noch weniger mutig ist es, Studien über Altersarmut zu verschönern, nur damit das dumme Wahlvieh nicht merkt, wie schlimm es in wirklich ist.

Ja, die Arbeitslosigkeit mag auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung sein, aber zu was für einen Preis? Die Zahl der Geringverdiener steigt stetig, die Mittelschicht schrumpft, die angeblich die Stütze unserer Gesellschaft darstellen soll. Armut wird in Deutschland zur traurigen Regel und die immer schneller steigende Zahl der Menschen, die mit Ihrer eigenen Arbeit ihr Auskommen nicht mehr selbständig sichern können, ist erschreckend.

Frau Merkel, mit diesem Wissen Herrn Kolping zu zitieren, klingt aus Ihrem Mund und bei dem von Ihnen gewählten Zitat zumindes für mich schon wirklich fast unverschämt. Herr Kolping war  seinerzeit entsetzt über die oft menschenunwürdigen Lebensbedingungen und Lebensweisen der meisten Handwerksgesellen. Aus diesem Entsetzen heraus hat er sich aktiv zur Verbesserung der Lebensumstände dieser Menschen eingesetzt. Hiervon kann bei Ihnen und Ihrer Regierung wohl kaum die Rede sein.

Es ist mitunter Ihrer Politik geschuldet, dass Menschen in unserem Land für Hungerlöhne arbeiten müssen, dass Rentner sich bei den Tafeln Lebensmittel erbitten müssen, um über die Runden zu kommen und es ist auch Ihre Politik, die es Arbeitgebern erlaubt, Menschen auszubeuten, und das geschieht zum Teil sogar vor ihren eigenen Augen im Deutschen Bundestag.

Auch dass Ihre Regierung es nicht für nötig erachtet, die UN-Konvention gegen Korruption zu ratifizieren, wodurch Deutschland in gleicher Reihe wie der Sudan, Nordkorea oder Syrien aufgestellt wird, spricht meiner Meinung nach erschreckend für sich. Diese zwei Sachen stehen natürlich nicht unmittelbar in direkter Verbindung.

Man könnte bei einer Konstruktion dieser beiden Themen aber leicht auf die Idee kommen, dass es einigen Abgeordneten leichter fallen könnte, etwaige Zuwendungen unlauterer Menschen entgegenzunehmen, damit sich am Arbeitsrecht in Deutschland nicht all zuviel ändert. Aber was rede ich da, niemand würde so etwas ernsthaft verknüpfen.

Leider wird sich politisch wohl auch im nächsten Jahr nicht all zu viel ändern, aber es gibt zumindest drei gute Chancen für „Change“. Ich hoffe, dass diese Möglichkeiten auch von genug Wählerinnen und Wählern weise genutzt werden, selbst wenn auf den Wahllisten nur die Auswahl zwischen Pest und Cholera bleibt.

Visueller Gruß

Michi


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