Alter-FilmTagchen,

letzte Woche hatte ich ja von der Bergung eines kleinen Schatzes berichtet und davon, dass ich mich aus nostalgischen Gründen hiermit etwas näher beschäftigen wollte. Ich wollte nach den Jahren in denen ich meine Arbeitsweise einer kompletten Digitalisierung unterzogen hatte, mal wieder analog fotografieren.

Meinen Plan, Licht auf richtigen Film einzufangen, diesen dann im Labor entwickeln zu lassen, um am Ende des Prozesses „echte Bilder“ in der Hand zu halten, musste ich leider verschieben. Mich hatte noch am gleichen Wochenende eine fiese Erkältung erwischt, so dass ich dieses Vorhaben erst einmal nicht weiter verfolgen konnte.

Mein analoges Experiment steht also bis auf weiteres auf Warteposition ebenso wie die kleine Pentax ME, die noch genauso unbelebt auf meinem Schreibtisch steht, wie ich sie letztes Wochenende dort abgestellt hatte.

Nur den geheimnisvollen Film, der sich noch im inneren der alten Kamera befand, habe ich noch gleich am Montag in ein Berliner Labor gegeben, um zu erfahren, ob sich auf ihm eventuell noch einige Bilder verbergen.

Am Mittwoch hatte sich dann meine Erkältung aber wieder insoweit zurückgezogen, dass ich mich vor die Tür wagen konnte. Ich hörte mich zwar immer noch an als sei ich Darth Vader höchstpersönlich, aber zumindest fühlte ich mich nicht mehr so, als hätte mich unser „Schaumwein Klaus“ mit der Staatskarosse überrollt, als er auf dem Weg zur Fluch-Hafen Baustelle war.

Jean-Michel AwehNach einem kurzweiligen Fototermin mit Jean-Michel Aweh, der mich im übrigen wirklich beeindruckt hat, machte ich mich dann auf den Weg ins Fotolabor, um den alten nun hoffentlich entwickelten Film abzuholen. Das Ergebnis war allerdings sehr ernüchternd. Der Film war seinerzeit leider überhaupt nicht belichtet worden, nicht ein einziges Bild wurde auf das Filmmaterial gebannt und die Entwicklung war völlig überflüssig.

Ich gehe jetzt davon aus, dass der Film damals wahrscheinlich einfach falsch eingelegt worden war und die Kamera danach nicht mehr angefasst wurde. Etwas enttäuscht zahlte ich die unnötigen Entwicklungskosten und nahm mir bei dieser Gelegenheit auch gleich noch zwei Rollen Kodak 100 TMAX Schwarz/Weis Negativfilm mit.

Fotografie war früher mal ein wirklich teueres Hobby, dass hatte ich über die Jahre irgendwie völlig verdrängt. Vor allem wenn man die laufenden Kosten berücksichtigt. Film, Entwicklung und die Ausbelichtung der Bilder können ganz schön ins Geld gehen. Allein die Kosten meines kleinen Experiments in der Analogfotografie belaufen sich bis zu diesem Zeitpunkt schon auf 13,- Euro und ich halte noch nicht ein einziges Bild in der Hand.

Kodak 100 TMAX Schwarz-WeisFür die Pentax ME benötige ich zum Fotografieren ausserdem jetzt noch zwei kleine Knopfzellen. Die Kamera könnte zwar wohl auch ohne Stromversorgung zum Belichten eines Negativfilms verwendet werden aber ich möchte irgendwie auch die Automatiksteuerung dieser Kamera testen. Vor allem aber will ich den Unterschied sehen, wenn ich eben diese Automatik nicht nutzen würde.

Mein Thema analoge Fotografie mit der Pentax ME ist also immer noch nicht beendet und ich greife es zu einem späteren Zeitpunkt dann noch einmal hier im Blog auf.

Nächste Woche steht die Fashion Week Berlin im Kalender. Ich habe mich zwar dazu entschlossen, dieses Event möglichst zu meiden aber auf eine Veranstaltung schiele ich sehr erwartungsvoll trotzdem, in der Hoffnung auf eine Einladung. Dazu aber dann in der nächsten Woche mehr.

Visueller Gruß

Michi

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