RissHallo Ihr Vernachlässigten,

ach herrje, schon wieder einige Wochen ohne Blog und was soll ich sagen, es tut mir leid!

Kennt Ihr dass, wenn euer Kopf voll mit neuen, spannenden Sachen ist und Ihr vor lauter guten und weniger guten Gedanken nicht mal mehr mit den alltäglichen Aufgaben nachkommt? Die Zeit rennt dahin und man versucht bei der Geschwindigkeit mitzuhalten. Da kann man schon mal ins schwitzen kommen.

So ergeht es mir zur Zeit. Manchmal wache ich Montag morgens im Bett auf und wenn ich mich dann am vermeintlich gleichen Abend wieder hinlege, stelle ich erschreckt fest, dass es mittlerweile wieder Sonntag ist. Die Woche ist einfach so an mir vorbeigerannt, ohne dass ich groß etwas davon mitbekommen habe.

Zum Glück vergesse ich nicht aufgrund schleichender Vergreisung alles und mir fehlen deshalb die Tage zwischen Montag und Sonntag. Ich hatte einfach zu viel zu erledigen, so dass meine Zeit einfach wie weggesaugt wirkt. Leider ist dabei dann auch das Blog zu kurz gekommen, obwohl  da draussen so viel passiert ist, über das ich gerne schreiben möchte.

Während ich hier also an meinem Schreibtisch versuche, meinen Aufgaben hinterherzulaufen, geht es in der Welt da draussen mal wieder um die Freiheit. Die Freiheit frei zu denken, frei zu handeln, frei zu sprechen oder auch einfach nur frei und ohne Überwachung zu kommunizieren. Aber was für eine bekloppte Freiheit, in der wir glauben zu leben, ist das?

Ich meine da quatscht vor ein paar Tagen der Präsident der USA über Freiheit vor dem Brandenburger Tor und muss sich dabei hinter Panzerglas verschanzen. Dieses in meinen Augen eher inhaltsleere Gestammel über atomare Abrüstung und Freiheit muss Obama eingepfercht auf einem Platz, umstellt von Scharfschützen, gepanzerten Fahrzeugen und mit Luftabwehr durch kreisende Hubschrauber in Hörweite halten. Schizophrener geht es ja fast nicht mehr; wirkt die Szenerie selbst doch auch wie ein Gefängnis.

Dass an dieser Stelle in Berlin die Berliner Mauer vor Jahren nicht weniger stark bewacht war, macht das ganze noch abstruser. Beobachtet wird der feine Herr Präsident dabei dann übrigens von ein paar Wenigen dafür aber sorgfältig ausgesuchten Gästen. Diese Gäste wurden und werden während, vor, und nach der Rede des Präsidenten unfreiwillig überwacht, ausgespäht, durchsucht und nicht nur vom Land dieses Mannes, der vor dem Brandenburger Tor spricht, bis auf die Unterhose durchleuchtet.

Das wegen dieser Rede die Freiheit einer ganzen Großstadt eingeschränkt wird, spielt für die Initiatoren dieser überflüssigen Veranstaltung natürlich keine Rolle. Es gibt ja schöne Bilder für die Weltpresse. Vergessen wird dabei aber leider dass Menschen, die sich für die Freiheit einsetzen und den Überwachungswahn der eigenen und anderer Länder publik machen, gejagt, verhaftet oder anders aus dem Verkehr gezogen werden sollen.

Irgendwie eine wirklich komische Vorstellung von Freiheit….

Visueller Gruß

Michi

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