Berlin

HO HO HO…!

Der eine oder andere ist heute Morgen beim Verlassen seiner Wohnung bestimmt im Treppenhaus über die Stiefel seiner Nachbarn gestolpert. Nach dem Fluchen über das Stiefelchaos im Hausflur, weiss derjenige dann zumindest, dass heut‘ Nikolaus ist, vorausgesetzt, er hat sich beim Sturz nicht das Genick gebrochen.

Früher war der Besuch des bärtigen Mannes, der am 6. Dezember in roter Robe und in Begleitung eines prügelnden Hooligans namens Knecht Ruprecht sicherlich ein besonderes Ereignis. Diese beiden Gestalten haben Kinder früher so dermaßen in Angst und Schrecken versetzt, dass sie für diese beiden Besucher freiwillig Gedichte zum Aufsagen lernten, um sie zu besänftigen.

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Halali und Waidmanns Heil!

Nun beginnt sie wieder, die ach so besinnlich, ruhige Vorweihnachtszeit! Die Menschen in den Städten rücken näher zusammen und in der Luft liegt der leichte Duft von gebackenen Mandeln, Honigkuchen und Glühwein. Die Straßen und Plätze sind feierlich geschmückt und die Lichter an den Bäumen und Häusern funkeln wie tausende von Diamanten so schön. An den Buden der Weihnachtsmärkte werden feine handgemachte Waren und Spielzeuge feilgeboten und auf einer kleinen Bühne in der Ecke singt ein Chor Weihnachtslieder.

Ja, eine wirklich kitschige Vorstellung mein Bild der Vorweihnachtlichkeit in den Städten, nicht wahr? Mal davon abgesehen, dass ich mich zumindest ansatzweise an genau so ein Bild erinnern kann, fühlt es sich heute doch eher an wie bei „Apokalypse Now“, wenn man zur Zeit durch Berlin zieht. Es riecht, nein, es stinkt! Es stinkt nach billigem und mehrfach aufgekochtem Tetrapack instant Rotwein mit Nelken, erbrochenem Lebkuchen und süßsäuerlicher Curry Wurst.

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Hallo ihr Lieben,

nun bin ich fast eine Woche wieder zurück aus dem Wilden Westen im herbstlich kalten Deutschland. Mein Jetlag ist fast überstanden und es wird Zeit, meinem vernachlässigten Blog wieder etwas mehr Pflege zukommen zu lassen. Leider erwartete mich in Deutschland nicht nur kaltes Herbstwetter, sondern auch noch eine aufgebrochene Wohnung mit allem was man sich bei so einem Verbrechen vorstellt. Durchwühlte Schränke, Verlust von Wertgegenständen, verletzte Privatsphäre, Dreck von der Spurensuche der Kriminalpolizei und ein wirklich fades Gefühl im Bauch.

Ob ich jemals erfahre, welches Arschloch hier in die Wohnung eingebrochen ist und ob ich den Schaden von der Versicherung vollständig ersetzt bekomme, steht in den Sternen. Um eine Wiederholung des Einbruchs beim nächsten Mal zu erschweren, habe ich jetzt zumindest eine Alarmanlage installieren lassen, die einen Einbruch in die Wohnung direkt an die Polizei meldet. Minuten später sollten dann die Handschellen klicken.

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INF3Ahoi,

sagt man in Berlin nach der Wahl am letztem Sonntag jetzt auch öfter im Roten Rathaus. Die Piratenpartei ist im Abgeordnetenhaus gelandet und man kann Ihnen nur wünschen, dass sie in diesem Haifisch-Becken den Kahn nicht an der Realität zum Kentern bringen. Einfach wird es sicher nicht werden, weder mit den „etablierten“ alt Parteien noch in den eigenen Reihen. Selbst Massenmedien werden es den Piraten sicherlich nicht leicht machen.

Ich hoffe, dass die Piraten es schaffen, in dieser rauen See zumindest Teilen ihrer Ziele Gehör zu verschaffen. Nicht nur im Hinblick auf zukünftige Wahlen wäre das wichtig, sondern vor allem auch, um der Politikverdrossenheit in Deutschland etwas entgegen zu setzen. Sollten die Piraten scheitern, könnte das, das Interesse an Politik und die Hoffnung der Piraten-Wähler etwas bewegen zu können, auf Jahre verhageln.

Eines ist den Piraten aber jetzt schon gelungen, etwas was die Altparteien seit Jahren krampfhaft versucht haben und immer daran gescheitert sind. Die Piraten haben das verstaubte Image der Politik auf sehr sympathische Weise aufgepeppt und abgestaubt. Ich jedenfalls drücke den Piraten die Daumen und gratuliere zu den 8,9% bei der Wahl 2011 in Berlin.

Zum Abschluss des politischen Abschweifen auf Planexi.de noch eine kleine Randbemerkung zu der jetzt unter „Sonstigen“ einzuordnenden, gelben, nicht einmal 1,9 % Mischpoke…ROFL MAO :D…da hat mir die ehemalige Spasspartei am Ende dann doch mal richtig Freude bereitet.

Apropos Freude, letzte Woche habe ich ja angekündigt, dass ich für die bevorstehende USA – Tour noch zum Zoll fahren wollte. Am Montag war es dann soweit; nach gefühlten 3 Stunden Warteschleife am Telefon des Hauptzollamts Berlin hatte ich endlich jemanden erreicht, der mir sagen konnte, wie das Prozedere für eine „Nämlichkeitsbescheinigung“ abläuft.

Die „Nämlichkeitsbescheinigung“ nennt man in der Zoll-Wirklichkeit „INF3“. Für diese „INF3“ sollte ich eine Liste aller Geräte anfertigen, die ich bei der Reise mitführen will, diese dreifach ausdrucken und mit den Geräten zusammen zum Zollamt Dreilinden Berlin fahren. Auf der Liste müssen Gerät, Seriennummer und Gewicht stehen. Bitte fragt mich nicht wieso es eine Rolle spielt, wie viel der ganze Kram auf die Waage bringt, dies ist mir selbst nicht klar.

Beim Zoll angekommen habe ich ein Formular zum Ausfüllen und zwei Seiten Blaupapier (so etwas gibt es auch noch) in die Hand gedrückt bekommen. Die Geräteliste wurde dann an das Formular geheftet. Nach einem Stichprobenabgleich der Liste mit den Geräten, hatte ich meine INF3 in der Tasche.

Den ganzen Aufstand habe ich gemacht, weil ich bei der Rückreise in die EU bzw. Deutschland am Zoll keine lange Diskussionen mit den Beamten über die eventuell zu entrichtenden Steuern haben möchte. Der einzige Nachteil ist aber jetzt, dass ich später nachweisen muss, dass ich die alle Geräte auch wieder mitgebracht habe. Hatte ich schon erwähnt das ich Bürokratie für eine der größten Errungenschaften der Menschheit halte? 😀

Neben dem Zoll habe ich aber diese Woche auch die Versicherung für die Ausrüstung unter Dach und Fach bekommen. Der Versicherungsmakler, Herr Pöpping war super hilfsbereit und hat mir am Ende sogar noch durch einen Rat Geld gespart. So stell ich mir einen guten Service vor. Wenn es im Schadensfall, der hoffentlich nicht eintritt, genauso unproblematisch und freundlich abläuft wie bisher, kann ich den Laden mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Visueller Gruß

Michi