D700

Halali und Waidmanns Heil!

Nun beginnt sie wieder, die ach so besinnlich, ruhige Vorweihnachtszeit! Die Menschen in den Städten rücken näher zusammen und in der Luft liegt der leichte Duft von gebackenen Mandeln, Honigkuchen und Glühwein. Die Straßen und Plätze sind feierlich geschmückt und die Lichter an den Bäumen und Häusern funkeln wie tausende von Diamanten so schön. An den Buden der Weihnachtsmärkte werden feine handgemachte Waren und Spielzeuge feilgeboten und auf einer kleinen Bühne in der Ecke singt ein Chor Weihnachtslieder.

Ja, eine wirklich kitschige Vorstellung mein Bild der Vorweihnachtlichkeit in den Städten, nicht wahr? Mal davon abgesehen, dass ich mich zumindest ansatzweise an genau so ein Bild erinnern kann, fühlt es sich heute doch eher an wie bei „Apokalypse Now“, wenn man zur Zeit durch Berlin zieht. Es riecht, nein, es stinkt! Es stinkt nach billigem und mehrfach aufgekochtem Tetrapack instant Rotwein mit Nelken, erbrochenem Lebkuchen und süßsäuerlicher Curry Wurst.

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Tagchen Welt!

Dies ist der jetzt letzte Eintrag aus Berlin für die nächsten 6 Wochen aber, wie schon angekündigt, werde ich natürlich auch unterwegs weiter bloggen. In 6 Tagen sitze ich im Flieger nach San Francisco und nerve die Flugbegleiter mit Wünschen, die sie nicht erfüllen können. Ich kann nur jedem empfehlen, einfach mal  auf einem Flug nach Buttermilch mit Himbeergeschmack zu fragen; macht wirklich Spass und dass nicht nur, wenn der Gefragte dieses Getränk gar nicht kennt.

Wenn alles glatt geht, hoffe ich, 17 Stunden später mit meinem Huhn die Golden Gate Bridge zu sehen. Übrigens, aus den 7000 km unserer Tour-Planungen sind mittlerweile 8000 km geworden. Umwege und verfahrene Strecken sind da aber noch nicht mit eingerechnet. Ja, dass wird heftig und bedeutet mindestens 300 km am Tag schaffen. Mancher Leser wird wohl denken, Irrsinn was die da vor haben, aber für atemberaubende Landschaften, wunderbare Ausblicke, horizont-erweiternde Perspektiven und nicht zu letzt auch für die Jagd nach phantastischen Bildern nehme ich das sehr gerne in Kauf.

Unsere Route führt uns von San Francisco durch den Yosemite Nationalpark über den Tioga-Pass ins Death Valley und von da weiter nach Las Vegas. Dann durchqueren wir die Nationalparks: Zion, Bryce, Capitol Reef und fahren bis nach Moab in den Arches Nationalpark. Weiter geht die Tour durch das Monument Vally nach Page und von da aus zum Grand Canyon. Dann über die noch erhaltenen Reste der legendären Route 66 nach San Diego. Den letzten Teil der Reise fahren wir über die schönste Küstenstrasse Amerikas, den Highway 1, vorbei an Los Angeles, Santa Barbara und Monterey zurück nach San Francisco.

Die hier jetzt veröffentlichten Streckenabschnitte sind nur sehr grob skizziert, um euch einen kleinen überblick zu geben. Unsere Tour-Planung füllt mit allen Reiseunterlagen, Karten, Streckenplanungen und Wegbeschreibungen mittlerweile einen ganzen Aktenordner. Am größten Teil der Streckendokumentation hat sich mein Huhn abgerackert und sich damit mittlerweile einen Planexi-Navigations-Orden verdient. Tagelang hat es mit GPS-Daten über Kartenmaterial gebrütet und Strecken gesucht, die es in kaum einem Reiseführer zu finden gibt.

Die Navigation selbst übernehmen 2 IPhones und ein Sony Vaio, das mit einem GPS-Gerät von Earthmate unsere Position bestimmt. Für den Notfall habe ich auch noch einen kleinen Kompass eingesteckt, falls uns die Technik im Stich lässt. Aber was sollte uns schon passieren, auf unserer Strecke gibt es ja keine Eisberge; nur tiefe Schluchten mit Spinnen, Schlangen, Bären und Menschen mit Revolvern am Gürtel. Hach, ick freu mir :)

Ich bin gespannt, wie ich über diese Tour im November denke, wenn wir wieder in Berlin sind und uns vom Jetlag erholt haben. Spannend wird sicher auch, was bei der Tour alles auf der Strecke geblieben ist. Nicht nur für das Huhn und mich wird es anstrengend, auch das Equipment muss einige Strapazen über sich ergehen lassen: Sand, Staub, Wasser und Dreck. Ich werde sicher viel zu putzen und reinigen haben, abends in den Hotels.

Über einen Schutz für die Kamera habe ich mir schon Gedanken gemacht. Ich habe in Foren gelesen, mir Dinge angeschaut und auch ausprobiert. Vieles davon ist einfach Schrott, erfüllt nicht den richtigen Zweck oder funktioniert erst gar nicht mit meiner Ausrüstung. Letztendlich habe ich mich für die günstigste Alternative entschieden, die mir eingefallen ist und dass sicher nicht, um Geld zu sparen. Mein Kameraschutz ist zweckmässig, leicht, billig und stört nicht übermässig beim Fotografieren. Sollte alles so funktionieren, wie ich mir das vorstelle, berichte ich nach der Reise ausführlich darüber.

Eingepackt habe ich die Nikon D700 mit den Objektiven 14-24mm, 24-70mm, 70-200mm und mein 50mm von Nikon. Dazu kommen Stativ, Speicherkarten für die ersten 4000 Bilder, Blitz, Akkus, Reinigungsmaterial und alles was man so an Zubehör gebrauchen kann. Mein Huhn wird die D90 einpacken, um mich beim Arbeiten ärgern zu können und nebenbei das Fotografieren zu erlernen; ich glaube aber, dass sie es schon lange kann!

So, dass soll es gewesen sein für diese Woche, bis zum nächsten Mal, dann aus Kalifornien.

Visueller Gruß

Michi

PS: Gruß an den Lette-Stammtisch, war ein schöner Abend mit euch!

Tagchen und hallo,

heute mal wieder ein wenig Leichtigkeit im Blog. Ich bin seit dem 25.08.2011 nun offiziell wieder einsatzfähig und nicht mehr als kniekrank eingestuft. Das Knie zwickt mich zwar immer noch ein bisschen, aber ab jetzt sollte ich auch wieder auf Tour gehen können, ohne von irgendwas behindert zu werden. Mir steht zwar noch viel Training bevor, um die ursprüngliche Kraft im rechten Bein wiederzuerlangen, aber dem sehe ich gelassen entgegen.

Für die anstehenden Touren gibt es bei mir auch einen Neuzugang. Ich habe ja wirklich sehr lange überlegt, welches Stativ für meine geplante Fotoreise das Richtige ist. Zur Unterstützung bei dieser Überlegung habe ich diverse Produkt-Tests gelesen, mich in Fotogeschäften beraten lassen und in Elektrofachmärkten mehrfach den Kopf über 5,5 kg schwere Gestänge geschüttelt, die dort als Reisestativ angeboten werden. Letztendlich habe ich mich nach dem Durchsuchen diverser Internet-Foren für die Firma FEISOL entschieden.

Ich habe also endlich ein Stativ. Es ist das FEISOL Reisestativ CT-3441SB BLUE Rapid mit dem FEISOL Kugelkopf CB-40D geworden.  Anfänglich war ich mir nicht sicher, ob ich mir ein Stativ bestellen soll, das ich selber noch nie in der Hand hatte. In den Foren, in denen von FEISOL berichtet wurde, habe ich aber keine negativen Einträge

bezüglich Service und Rückgabe von bestellten Artikeln gefunden. Deshalb habe ich auch zugeschlagen und mir dieses Stativ direkt bei FEISOL bestellt.

Nach zwei Tagen wurde mir das gute Stück von DHL gebracht. Es war gut verpackt und ist mit einer praktischen Stativ-Tasche geliefert worden. Der Kugelkopf ist laut Hersteller bis maximal 15 kg belastbar und hält meine Nikon D700 mit angeflanschtem Nikon 14-24 mm  selbst in Schräglage bombenfest. Das Stativ kann maximal 10 Kg tragen und steht recht sicher. Ein Haken, an dem ein zusätzliches Gewicht an das Stativ angebracht werden kann, ist im Lieferumfang genauso enthalten gewesen wie die Kupplungsplatte für die Kamera. Dieses Carbon-Stativ ist inklusive Kopf keine 1,5 Kg schwer und ich werde es in den nächsten Tagen ausgiebig testen. Bisher macht das Stativ zumindest einen sehr soliden Eindruck und, die Nebensächlichkeit sei mir gestattet, es schaut auch noch schick aus.

Ach und dann war da ja auch noch das Mega-Nikon-Event mit der Vorstellung neuer Kameramodelle. Die Welt stand Kopf und alles wartete auf die neuen DSLR-Profimodelle, also die Nachfolger der D700 und D3s. Sprich, man sehnte die Vorstellung der Nikon D4 und Nikon D800 herbei. Im Netz-Getuschel über den Termin stand auch noch die Weltneuheit einer spiegellosen Kamera von Nikon an zweiter Stelle. Tja, dann war der angekündigte 24.08.2011 da, die Presseveranstaltungen von Nikon gelaufen und die kopfstehende Welt der Wartenden kippte zur Seite und lag nun bäuchlings vor nicht weniger als 8 verschiedenen, nigelnagelneuen Nikon Coolpix Modellen und rieb sich verwundert die Augen.

Ich meine, ok, die am Markt befindlichen Kameramodelle in der Profiklasse haben ein paar Jahre auf dem Buckel und könnten sicherlich die eine oder andere Neuerung vertragen. Trotzdem sind aber die „alten“ Profi-Nikons immer noch Spitzenkameras, die fantastische Arbeit leisten. Jeder, der nach neuen Modellen schielt und hofft, mit einer neueren und besseren Nikon in der Hand sein Seelenheil zu finden, jammert eigentlich auf sehr hohem Niveau. Hier schliesse ich mich sicher nicht aus, da auch ich lange auf neue Geräte gewartet habe. Heute  bin froh, dass ich im Mai nicht noch weiter gewartet und mir stattdessen eine D700 gekauft habe. Am Mittwoch dieser Woche konnte ich mir deshalb nach der Nikon Vorstellung auch ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Das Warten der Geduldigen geht also weiter und während die Gerüchteküche auf die nächste Ankündigung von Nikon wartet, die schon im September sein soll, mache ich Fotos. Ich fliege im Oktober mit meiner neuen „alten“ Nikon für vier Wochen um die halbe Welt.

Wenn dann irgendwann in naher oder ferner Zukunft neue Modelle kommen werden, werde ich überlegen, was ich mache. Dass ich ein Jahr zu den Geduldigen gehörte – vor dem Kauf meiner Nikon D700 – war im Nachhinein zumindest für mich verschwendete Zeit.

Visueller Gruß

Michi

Tagchen,

vor ein paar Wochen hatte ich ja noch über mein Entscheidungsproblem bezüglich einer neuen Kamera im FX-Format berichtet. Damals überlegte ich ja, ob ich auf ein eventuell neu kommendes Kamera-Modelle warten sollte. Da aber keine wirklich gesicherten Fakten zu diesen Kameras vorlagen und auch ein Erscheinungstermin erst in weiter Ferne vermutet wurde, entschied ich mich für die D700. Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut und daran wird sich sicher auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Ich bin mit der Kamera vollkommen zufrieden.

Trotzdem verfolge ich natürlich gespannt, was sich auf dem Kameramarkt so tut und ob Nikon neue Spiegelreflexkameras mit FX-Sensor auf den Markt bringt. Die ganze Zeit seit meinem Knieunfall, dem gleichen Tag an dem ich übrigens auch die Nikon D700 gekauft hatte, ploppten immer mal wieder die merkwürdigsten Gerüchte auf.

Da war die Rede von spiegellosen Nikon Kameras, Sensoren von Sony, Nikons mit Bezeichnungen wie: D400, D4, D700s, D700x, D800, D900; aber all diese Gerüchte haben sich bisher nirgends offiziell nachweisen lassen. Ich meine, dass muss man sich mal vorstellen, Kameragerüchte um die Nachfolger der D3s und D700 Serie, gibt es jetzt schon seit über 2 Jahren. Allein ich habe schon fast ein Jahr auf den Nachfolger der Nikon D700 gewartet, bevor ich mir diese Kamera gekauft habe.

Nikon hat durch die Gerüchte mit Sicherheit auch PR, aber ich möchte nicht wissen, wie viele Kameras das Unternehmen durch die ständige Gerüchteküche nicht verkauft hat. Nun scheint sich aber wirklich etwas zu bewegen. Nikon hat einen Termin gesetzt, an dem neue Produkte vorgestellt werden sollen. Ich bin gespannt, was da kommt, die Vermutungen gehen in Richtung Profi-Kamera, aber das werden wir am angekündigten Termin dem 24. August. 2011 sehen.

Bei mir gibt es auch etwas Neues. Ich habe mich von meiner Nikon D90 inkl. des Nikon DX 16-85mm Objektivs getrennt. Ich habe das gute Stück sozusagen (Ver-Huhn-T) und an mein Huhn weitergereicht. Eigentlich ist Ihr die Kamera viel zu schwer und auch nicht wirklich handtaschen-tauglich. Nach der ersten Einweisung von mir, war Größe und Gewicht aber das geringste Problem. Wichtiger war, eine schicke Tasche zu organisieren, in welche die Kamera rein passt. Die nächsten Tage werde ich dem Huhn einen kleinen Fotokurs geben, damit mein alter Schatz auch zum Einsatz kommt. Mit dem Laufen geht es ja auch immer besser, so dass wir eine Fototour fürs Wochenende in geplant haben.

Mit meiner Stativsuche für die geplante Foto-Reportage bin ich leider noch nicht weiter gekommen, aber dafür ist ja zum Glück auch noch ein wenig Zeit. Dafür habe ich aber diverses Reinigungsgerät organisiert, das ich auf der geplanten Tour mit Sicherheit brauchen werde. Im neuen Rucksack steckt jetzt neben einem Mikrofasertuch auch ein Hama Blasebalg und ein Lenspen. Die Tour wird an einigen Stellen extrem staubig, da ist abendliches reinigen der Ausrüstung unerlässlich. In 8 Wochen sitze ich bereits im Flieger und hoffe darauf, lebend wieder nach Berlin zurückzukommen und das nichtmal wegen des Fliegens.

Visueller Gruß

Michi