Kalifornien

Hallöchen,

die neue DSLR-Kameramodelle sind jetzt in der realen Welt angekommen und ich hatte das Vergnügen, beide Modelle einmal in die Hand zu nehmen, um diese kurz zu testen. Obwohl ich die Kompaktheit meiner Nikon D700 sehr schätze und mir allein deshalb die Größe der Nikon D800 eher zusagen sollte, verhält es sich genau andersherum.

Ich war sogar so verblüfft, dass ich mich zuerst fragte ob die Nikon D4 am Ende sogar etwas leichter sein könnte als meine Nikon D700. Das ist natürlich ausgemachter Unfug, denn die D4 Weiterlesen

Occupy-Camps und die korrumpierte Demokratie….

Die Zeit, in der ich die Zuversicht verloren hatte, in einer sozialen, demokratischen und friedlichen Welt zu leben, in der Recht nicht dadurch Recht wird, weil der Kontostand desjenigen, der Recht fordert, bestimmt was Recht ist, muss schon sehr lange zurück liegen. Ich glaube es muss irgendwann Ende der 70ger Jahre gewesen sein, als ich George Orwells „Farm der Tiere“ gelesen hatte und die Parallelen zum Buch in der realen Welt entdeckte. Heute weiß ich, dass wir irgendwie alle ein Teil der „Farm der Tiere“ sind! „Alle Tiere sind gleich“ stand auf der Rückwand der Scheune „und manche sind gleicher“!

Damals Anfang der 80ger Jahre war es die Anti-Atomkraft-Bewegung, die mir zeigte, was es bedeutet, anders zu denken und einer konträren Meinung Ausdruck zu verleihen. Die Brutalität, mit der der Staat seinen Willen durchdrückte und die damals durch die Nachrichten flimmerte, war erschreckend. Das sich an der Art der Rechtsbeugung nicht wirklich viel geändert hat, kann jeder sehen, der heute sein Demonstrationsrecht wahr nimmt und das Pech hat, zwischen die Fronten zu geraten.

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Tagchen Welt!

Dies ist der jetzt letzte Eintrag aus Berlin für die nächsten 6 Wochen aber, wie schon angekündigt, werde ich natürlich auch unterwegs weiter bloggen. In 6 Tagen sitze ich im Flieger nach San Francisco und nerve die Flugbegleiter mit Wünschen, die sie nicht erfüllen können. Ich kann nur jedem empfehlen, einfach mal  auf einem Flug nach Buttermilch mit Himbeergeschmack zu fragen; macht wirklich Spass und dass nicht nur, wenn der Gefragte dieses Getränk gar nicht kennt.

Wenn alles glatt geht, hoffe ich, 17 Stunden später mit meinem Huhn die Golden Gate Bridge zu sehen. Übrigens, aus den 7000 km unserer Tour-Planungen sind mittlerweile 8000 km geworden. Umwege und verfahrene Strecken sind da aber noch nicht mit eingerechnet. Ja, dass wird heftig und bedeutet mindestens 300 km am Tag schaffen. Mancher Leser wird wohl denken, Irrsinn was die da vor haben, aber für atemberaubende Landschaften, wunderbare Ausblicke, horizont-erweiternde Perspektiven und nicht zu letzt auch für die Jagd nach phantastischen Bildern nehme ich das sehr gerne in Kauf.

Unsere Route führt uns von San Francisco durch den Yosemite Nationalpark über den Tioga-Pass ins Death Valley und von da weiter nach Las Vegas. Dann durchqueren wir die Nationalparks: Zion, Bryce, Capitol Reef und fahren bis nach Moab in den Arches Nationalpark. Weiter geht die Tour durch das Monument Vally nach Page und von da aus zum Grand Canyon. Dann über die noch erhaltenen Reste der legendären Route 66 nach San Diego. Den letzten Teil der Reise fahren wir über die schönste Küstenstrasse Amerikas, den Highway 1, vorbei an Los Angeles, Santa Barbara und Monterey zurück nach San Francisco.

Die hier jetzt veröffentlichten Streckenabschnitte sind nur sehr grob skizziert, um euch einen kleinen überblick zu geben. Unsere Tour-Planung füllt mit allen Reiseunterlagen, Karten, Streckenplanungen und Wegbeschreibungen mittlerweile einen ganzen Aktenordner. Am größten Teil der Streckendokumentation hat sich mein Huhn abgerackert und sich damit mittlerweile einen Planexi-Navigations-Orden verdient. Tagelang hat es mit GPS-Daten über Kartenmaterial gebrütet und Strecken gesucht, die es in kaum einem Reiseführer zu finden gibt.

Die Navigation selbst übernehmen 2 IPhones und ein Sony Vaio, das mit einem GPS-Gerät von Earthmate unsere Position bestimmt. Für den Notfall habe ich auch noch einen kleinen Kompass eingesteckt, falls uns die Technik im Stich lässt. Aber was sollte uns schon passieren, auf unserer Strecke gibt es ja keine Eisberge; nur tiefe Schluchten mit Spinnen, Schlangen, Bären und Menschen mit Revolvern am Gürtel. Hach, ick freu mir :)

Ich bin gespannt, wie ich über diese Tour im November denke, wenn wir wieder in Berlin sind und uns vom Jetlag erholt haben. Spannend wird sicher auch, was bei der Tour alles auf der Strecke geblieben ist. Nicht nur für das Huhn und mich wird es anstrengend, auch das Equipment muss einige Strapazen über sich ergehen lassen: Sand, Staub, Wasser und Dreck. Ich werde sicher viel zu putzen und reinigen haben, abends in den Hotels.

Über einen Schutz für die Kamera habe ich mir schon Gedanken gemacht. Ich habe in Foren gelesen, mir Dinge angeschaut und auch ausprobiert. Vieles davon ist einfach Schrott, erfüllt nicht den richtigen Zweck oder funktioniert erst gar nicht mit meiner Ausrüstung. Letztendlich habe ich mich für die günstigste Alternative entschieden, die mir eingefallen ist und dass sicher nicht, um Geld zu sparen. Mein Kameraschutz ist zweckmässig, leicht, billig und stört nicht übermässig beim Fotografieren. Sollte alles so funktionieren, wie ich mir das vorstelle, berichte ich nach der Reise ausführlich darüber.

Eingepackt habe ich die Nikon D700 mit den Objektiven 14-24mm, 24-70mm, 70-200mm und mein 50mm von Nikon. Dazu kommen Stativ, Speicherkarten für die ersten 4000 Bilder, Blitz, Akkus, Reinigungsmaterial und alles was man so an Zubehör gebrauchen kann. Mein Huhn wird die D90 einpacken, um mich beim Arbeiten ärgern zu können und nebenbei das Fotografieren zu erlernen; ich glaube aber, dass sie es schon lange kann!

So, dass soll es gewesen sein für diese Woche, bis zum nächsten Mal, dann aus Kalifornien.

Visueller Gruß

Michi

PS: Gruß an den Lette-Stammtisch, war ein schöner Abend mit euch!