Nikon 50mm 1:1.4

PartyHallo Ihr,

kennt Ihr das? Ihr werdet auf eine Party eingeladen und sollt nebenbei ein paar Bilder machen. Ihr kennt dann sicher auch diese immer wieder gleichen Partybilder? Irgendwelche Menschen schauen lachend und mit einem Getränk in der Hand, zuprostend, in die Kamera.

Letzte Woche war ich auf einer kleine, aber wirklich sehr nette Party geladen und hatte angeboten meine Kamera mitzubringen. Ausnahmsweise griff ich an diesem Abend mal wieder zu meiner Nikon D 700, packte das 50mm 1:1,4 drauf und stürzte mich mit Blitz Weiterlesen

5 Tage Martin Becker in der Lette Akademie…

 

Buona giornata,

Workshops zu besuchen ist wie Lotto spielen, man kann nie sagen, wie es ausgeht. Der Dozent kann doof sein, die Menschen im Kurs können nerven, das Thema des Workshops kann zu schwer, langweilig oder schlecht umgesetzt sein. Die Gruppe kann zu groß, das Tempo zu schnell oder langsam sein und / oder der Kursleiter ist mit seiner selbst gestellten Aufgabe hoffnungslos überfordert. Wie aber soll ich von dieser Woche an der Lette Akademie erzählen ohne übertreibend zu wirken und vor allem wo fange ich an…?

Was für eine affengeile Woche, eine Woche mit tollen Menschen, netten Taxifahrten, köstlichem Italienischem Essen, 1001 Foto von wunderbaren Motiven und eine Woche mit Martin Becker als Dozent für Portrait-Fotografie an der Lette Akademie. Verdammte Scheisse war das klasse!

Das Fotografieren eines Menschen, also das Portraitieren, soll im besten Fall neben dem einfachen Abbilden der Person möglichst auch das Wesen bzw. die Persönlichkeit des Abgebildeten erfassen. Hierfür ist eine gute Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen des Portrait-Schaffenden von unschätzbarem Wert. Martin Becker ist in diesem Bereich ein Meister seines Faches und das nicht nur als Fotograf sondern auch als Lehrmeister. Er versteht es, den Kursteilnehmern nicht nur die Technik des Fotografierens selbst zu vermitteln, sondern vor allem auch dass Verständnis für die Bedürfnisse, Ängste und den Respekt des Menschen vor der Kamera zu wecken. Martin Becker lehrt nicht nur Fotografie, er lehrt vor allem Sozialkompetenz und das auf eine so wundervolle Art, die ich zuvor noch nie so erleben durfte. Nochmals danke Martin für diese tolle Erfahrung.

Für mich war dieser Kurs neben einer Wissensvertiefung vor allem auch ein Experiment darin, ob das Fotografieren von Menschen ein Bereich ist, mit dem mich identifizieren und den ich ausbauen kann. Beides hat sich für mich nicht nur bestätigt, sondern auch in vollem Umfang gelohnt. Trotz meines immer noch nicht voll einsatzfähigen Knies konnte ich tolle Bilder machen, tolle Bilder von schönen, interessanten, begabten und intelligenten Personen, eben Bilder von den Menschen aus meinem Kurs. Es war wirklich schön, mit solch einer Bande kreativer und fotografie-wütiger Menschen Zeit zu verbringen zu dürfen. Die Hilfsbereitschaft untereinander war wirklich aussergewöhnlich. Die fünf Tage in diesem Kurs waren einfach klasse und ich hoffe, dass wir in Kontakt bleiben oder ich den ein oder anderen in einem eventuellen Aufbaukurs von Martin wiedersehen kann.

Zwei Dinge in dieser Woche, ohne direkten Zusammenhang mit dem Workshop, will ich aber nicht unerwähnt lassen. Das eine ist die Taxi App ( MyTAXI) wirklich schön, sich auf diese Art ein Taxi zu bestellen. Einfach Knopf drücken und das Taxi kommt und dass ohne dabei wissen zu müssen, in welcher Strasse und vor welchem Haus man gerade steht.

Das zweite Ding und durchaus dass wichtigere ist der kleine Italiener hinter der Lette Akademie in der Geisbergstraße 13. Leider habe ich mir den Namen des Lokals nicht gemerkt, aber ich werde ihn nachreichen wenn ich es schaffe. In diesem kleinem Lokal jedenfalls reichen herzliche Menschen köstlichste Speisen und Getränke zu fairen Preisen. Das Personal ist dabei so angenehm freundlich, dass man sich dort einfach wohl fühlen muss. Neben dem Mittagessen in den fünf Tagen des Kurses, haben wir dort jeden Abend noch eine Weile in lockerer Runde zusammen gesessen und geschnackt.

Ein paar der Bilder, die in dieser Woche entstanden sind, habe ich ins Album auf Planexi.de geklebt. Die meisten der Bilder sind mit meinem neuen 50mm Objektiv entstanden. Ich hatte ja letzte Woche davon berichtet und auch dass ich darüber noch genauer schreiben werde. Die Anschaffung dieser kleinen Scherbe war ein Griff in einen diamant-besetzten Eimer voller goldenem Licht. Das Objektiv ist absolut jeden Cent wert. Die Abbildungsleistung ist klasse, die Lichtstärke hält was sie verspricht und der Autofokus ist blitzschnell und sehr präzise. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit diesem Kauf. Das Objektiv selbst ist hochwertig verarbeitet und fasst sich gut an. Von mir eine absolute Kaufempfehlung für dieses kleine Nikon Objektiv.

Jetzt noch zu einem anderem Thema, dass ich bisher meistens vermieden hatte, blitzen beim Fotografieren. Blitzen war für mich immer nur eine Krücke. Ich mag es nicht, Stimmungen durch Blitzen zu zerstören. Ich hasse es, irgendwo zu sein und vor lauter Blitzlicht Gewitter anderer Fotografen fast blind zu werden. Ich mag es nicht, einen mit Kerzen, warm beleuchteten Raum durch kaltes Blitzlicht einzufrieren. Oder, und auch das habe ich schon gesehen, dass Menschen ein Bild von der Projektion eines Films auf einer weissen Leinwand mit Blitz abfotografieren. Blitz ist böse, so war immer meine Meinung.

Ein Blitz kam für mich nur in Frage, wenn nichts mehr geht und es zwingend notwendig ist, eben genau in dieser Situation jetzt ein Foto machen zu müssen. Letzte Woche habe ich den Blitz von einer anderen Seite kennen gelernt. Diese Art des Blitzens ist eine mit der ich mich nicht nur sehr anfreunden kann, sondern die mir auch wirklich sehr viel Spass macht. Bericht folgt später einmal.

Das Fazit dieser Woche für mich: Mehr Portraits machen, Blitz ist zwar nicht notwendig aber auch nicht böse, ich habe einen neuen Helden und ich brauche endlich gescheite Visitenkarten.

Visueller Gruß

Michi

Hallo mal wieder!

Jetzt, da ich nun schon die dritte Woche nach OP auf Krücken hinter mir habe, ist es Zeit fürs Bergfest. Nochmals drei Wochen und ich kann damit anfangen, mir das auf Krücken laufen wieder abzugewöhnen. Zur Feier des Tages habe ich mir dann ein neues Objektiv gegönnt. Nächste Woche werde ich einen Portrait-Workshop besuchen, den ich schon vor meinem sensationellen Knie-kaputt-Tag gebucht hatte.

Eigentlich wollte ich keine Riesenauswahl an Objektiven mit auf den Workshop nehmen. Mein Nikon 24 – 70mm 2.8 sollte den ganzen Workshop über an der Kamera bleiben. Aber mit meinem vorübergehenden Handicap ist mir, rein schon vom Gewicht her, eine kleine Festbrennweite lieber als das schwere Nikon Zoom Objektiv. Deshalb habe ich mir jetzt meine erste Festbrennweite geleistet. Es ist die Standardlinse, die angeblich in jede Fototasche gehört, das Nikon 50mm 1:1.4G. Ich bin gespannt, zu was die kleine Scherbe in der Lage ist und freue mich auf die ersten Tests dieses Wochenende. Eigentlich hätte ich mir lieber ein 85mm Objektiv geholt aber das sprengt mein Budget zur Zeit doch erheblich. Das 50mm ist auf jeden fall günstig zu bekommen, es ist leicht und lichtstark. Ich bin gespannt und werde bei Gelegenheit darüber berichten.

Nikon 50mm 1:1.4G

Der Portrait-Workshop, der nächste Woche von Montag bis Freitag an der Lette Akademie läuft, wird von Martin Becker abgehalten. Nach dem ersten E-Mail tauschen mit ihm, glaube ich, dass es eine sehr schöne und lehrreiche Woche wird. Ich hoffe nur, dass ich das mit den Krücken und dem noch immer in Heilung befindlichen Knie schaffe. Der Martin schrieb mir in seiner letzten Mail – dass „wir“ das mit dem Knie schon hin bekommen würden! Hmm nun ja: „Well, I‘ll do my very best“! Würde James sagen. Nächste Woche schreibe ich was daraus geworden ist und wie der Workshop an der Lette Akademie war. Ich verspreche mir zumindest eine Menge von diesem Workshop. Wenn es klappt, gibt es auch mal wieder ein paar neue Bilder zu sehen.

Was den Umbau und die Metamorphose von PlaneXi.de angeht, ich arbeite dran. Aber wie schon in einem meiner ersten Blog-Einträge beschrieben, ist Webdesign nun wirklich nicht meine Stärke. Es macht mir einfach keinen Spass mich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Hätte ich zur Zeit nicht das Problem mit dem Laufen, würde ich mich auch sicher nicht an diese furchtbare Arbeit machen. Die letzten Tage habe ich mich mit der Funktionsweise von Artisteer beschäftigt. Da ich den PlaneXi-Blog in Zukunft mit WordPress realisieren möchte, bastel ich mit Artisteer die Oberfläche für den Webauftritt. Und wie es ausschaut, kann ich mit WordPress auch den Rest von PlaneXi.de umsetzen. Aber das alles dauert noch ein paar Tage bis Wochen. Sobald es hier etwas Neues gibt, werdet Ihr es als erstes erfahren.

So, jetzt werde ich mich mal mit der neuen Linse beschäftigen und unseren „Balkon-Jungel“ unter die Lupe nehmen. Mal schauen was die Hummeln bei Regen machen.

Visuelle Grüße

Michi