Wechselobjektiv

Hallo ihrs,

Tja, was soll man dazu sagen, schon wieder neue Minis von Nikon. Mir stellt sich da langsam die Frage, ob bei Nikon auch noch etwas anderes gemacht wird, als für Konkurrenz im eigenen Haus zu sorgen. Erst kommt eine Veröffentlichungswelle mit Nikon Coolpix Kameras von fast epochalem Ausmaß und dann schieben sie, nicht mal 4 Wochen später, nochmals zwei weitere Minikameras hinterher.

Die Pressemitteilung zu den Kameras Nikon 1 J1 und V1 liest sich so, als ob Nikon die kalte Fusion in einer Digitalkamera umgesetzt und damit das Energieproblem der ganzen Welt gelöst hätte. Man spricht von revolutionärer Technik bei Digitalkamerasystemen, von der wichtigsten Neuankündigung der Firma Nikon seit 14 Jahren und von bahnbrechend neuen  Wechselobjektiv-Kameras. So leid es mir tut, dass sehe ich nicht so. Im Vergleich zu den neuen Nikon 1 Kameras haben die Coolpix Knipsen für mich zumindest ein stimmiges Konzept.

Gut, bei den Coolpix-Kameras kann man keine Objektive tauschen aber dafür passen sie auch in die Hosentasche. Letzteres ist mit der Nikon 1 allein wegen der angeflanschten Objektive nicht möglich. Ich möchte mich jetzt hier nicht an der Diskussion über die Leistungsfähigkeit der neuen Kameras beteiligen, da ich sie selbst noch nicht in der Hand hatte, aber meine Begeisterung hält sich allein aufgrund der Angaben im Prospekt in Grenzen.

Die Nikon 1 wird selbst in der für mich Übelkeit erzeugenden Farbe „Hot Pink“ seine Käufer finden, wenn auch nicht unbedingt auf dem europäischem Markt. Der Versuch von Nikon eine innovative Systemkamera auf den Markt zu bringen, überzeugt mich dabei aber absolut nicht. Schade eigentlich.

Bildquelle: Nikon Europe B.V.

Visueller Gruß

Michi