Weihnachtsmarkt

HO HO HO…!

Der eine oder andere ist heute Morgen beim Verlassen seiner Wohnung bestimmt im Treppenhaus über die Stiefel seiner Nachbarn gestolpert. Nach dem Fluchen über das Stiefelchaos im Hausflur, weiss derjenige dann zumindest, dass heut‘ Nikolaus ist, vorausgesetzt, er hat sich beim Sturz nicht das Genick gebrochen.

Früher war der Besuch des bärtigen Mannes, der am 6. Dezember in roter Robe und in Begleitung eines prügelnden Hooligans namens Knecht Ruprecht sicherlich ein besonderes Ereignis. Diese beiden Gestalten haben Kinder früher so dermaßen in Angst und Schrecken versetzt, dass sie für diese beiden Besucher freiwillig Gedichte zum Aufsagen lernten, um sie zu besänftigen.

Weiterlesen

Halali und Waidmanns Heil!

Nun beginnt sie wieder, die ach so besinnlich, ruhige Vorweihnachtszeit! Die Menschen in den Städten rücken näher zusammen und in der Luft liegt der leichte Duft von gebackenen Mandeln, Honigkuchen und Glühwein. Die Straßen und Plätze sind feierlich geschmückt und die Lichter an den Bäumen und Häusern funkeln wie tausende von Diamanten so schön. An den Buden der Weihnachtsmärkte werden feine handgemachte Waren und Spielzeuge feilgeboten und auf einer kleinen Bühne in der Ecke singt ein Chor Weihnachtslieder.

Ja, eine wirklich kitschige Vorstellung mein Bild der Vorweihnachtlichkeit in den Städten, nicht wahr? Mal davon abgesehen, dass ich mich zumindest ansatzweise an genau so ein Bild erinnern kann, fühlt es sich heute doch eher an wie bei „Apokalypse Now“, wenn man zur Zeit durch Berlin zieht. Es riecht, nein, es stinkt! Es stinkt nach billigem und mehrfach aufgekochtem Tetrapack instant Rotwein mit Nelken, erbrochenem Lebkuchen und süßsäuerlicher Curry Wurst.

Weiterlesen