Wordpress

Hallo auf dem neuen PlaneXi!

Nach zwei Wochen intensiverer Arbeit mit Artisteer und WordPress ist nun endlich PlaneXi 2.0 online. Am zeitaufwändigsten war vor allem das Übertragen der alten Inhalte in das neue Blog. Sicherlich hätte ich auch sagen können, ich starte jetzt noch einmal neu und lasse die Vergangenheit im Nirvana verstauben, aber dass wollte ich irgendwie nicht. Ich hoffe, dass euch das neue Design von PlaneXi.de genauso gut gefällt wie mir.

Jetzt ist es auf jeden Fall geschafft und ich hoffe, dass in Zukunft nicht noch gemeine Probleme mit dieser Seite auf mich lauern, die ich jetzt noch nicht erahne. PlaneXi bietet ab jetzt eine Kommentarfunktion, wenn ihr also etwas zu meinen Gedanken, Texten oder Bildern sagen wollt, dann scheut euch nicht, genau dies zu machen. Ich freu mich auf euch!

Bitte seht mir nach, dass ich die Kommentare vor erscheinen auf PlaneXi.de erst bestätigen muss. Ich möchte damit vermeiden das dumme Menschen noch dümmere Sachen veröffentlichen. Dies soll aber keine Zensur darstellen.

Die alten Leser meines Blogs, die dieses über einen RSS-Feed abonniert haben und das Blog auch in Zukunft weiterlesen möchten, müssen dieses Abo erneuern. Die internen Verlinkungen auf PlaneXi.de sind alle neu und können deshalb mit dem alten RSS-Abo nicht mehr gefunden werden.

Eine Neuerung gibt es jetzt auf PlaneXi, es ist die Kategorie Werkzeug. Hier findet ihr alles, was ich dazu benutze, Bilder zu machen. Ich wurde in letzter Zeit öfter gefragt was ich alles an Equipment habe, um dass zu machen was ich mache. Da ich Gespräche über Technik nicht so mag, habe ich jetzt für alle die es interessiert, eine Seite eingerichtet auf der ihr Antworten zu diesen Themen findet. PlaneXi soll kein Technik-Blog werden, ich werde zwar hier und da mal auf das Thema kommen, aber sicher nicht Technik zum Thema machen.

Nun aber genug über PlaneXi, habt Spaß hier auf der Seite. Ich würde mich über Feedback sehr freuen.

Knicks und Visueller Gruß,

Michi

The Wall, Handy-Huhn-o-graph->

Hallo Welt,

das ich nun schon die dritte Woche wie ein Insekt mit meinen wunderschönen blauen Krücken als Tast- und Laufwerkzeug durch Berlin stelze, gibt mir die Möglichkeit, diese Stadt und ihre Menschen noch mal von einer vollkommen anderen Perspektive aus zu betrachten. Ich reibe mir hier fast täglich verwundert die Augen ob der Dinge, die mir hier so widerfahren.

Derjenige der Kiten als Extrem-Sport bezeichnet, sollte mal mit Krücken auf einem Bein mit der Berliner S-Bahn fahren. Sehr zu empfehlen ist hier die Strecke S1, möglichst zwischen 9.00 und 12.00 Uhr Vormittags zu Werktagen zwischen Yorck- und Friedrichstrasse. Allein der Weg zum Bahnsteig und zurück ist schon ein sportlicher Hindernislauf, dem Parkour in nichts nachsteht. Hundekacke, Schlaglöcher, Baustellen, Kopfsteinpflaster und Treppen als zu überwindende Hindernisse sind sehr abwechslungsreich und bieten genug Herausforderung, damit einem der Weg nicht langweilig wird.

Am Bahnsteig angekommen hat man nach dem Abstempeln der Fahrkarte noch kurz Zeit zu verschnaufen, bis die Bahn einfährt, dann geht der Spass erst richtig los. Die S1 ist zur Hauptverkehrszeit, in der viele Berufspendler Richtung Stadtmitte fahren müssen, ein Kurzzug. Das bedeutet, dass anstatt 4 oder 5 Wagons nur maximal 2 an die Bahn angekoppelt sind. Dass die Bahn hierdurch absolut überfüllt und selten bis nie ein Platz frei ist versteht sich also von selbst. Die Fahrt stehend, auf einem Bein, mit Krücken in beiden Händen, sich gleichzeitig irgendwo festkrallend, ohne umzufallen, zu überstehen, ist nahezu ausgeschlossen. Bei den spontanen Geschwindigkeits-Änderungen und dem permanenten Gewackel der Wagen kommt man sich auf Krücken vor wie die Kugel eines Flipperautomaten. Mein bisher einziger Selbstversuch dieser Übung endete in einer verwunderten Gruppe japanischer Touristen, die in meiner körperlichen Annäherung sicher einen Anschlag auf Ihre Devisen vermuteten.

Der Kampf um einen Sitzplatz hat seither erste Priorität. Manchen Menschen ist es schlichtweg egal ob und wie ich mich setzen kann, aber manchmal trifft man auch auf nette Mitmenschen welche die prekäre Situation, in der ich stecke, sofort erfassen und mich bei der Suche unterstützen. Eindrucksvoll in Erinnerung geblieben ist mir hierbei eine Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Ich persönlich steckte sie vorverurteilend  in meinem Kopf in die Schublade: Kategorie HipHop-Prolls, die Ärger machen. Aber dann, geschah das genaue Gegenteil. Diese Gruppe von 5 Leuten befreiten ungefragt und umgehend einen Sitzplatz von einem Touristen und sagten zu mir das ich mich setzen könnte. Das selbe wollten sie dann auch noch mit dem Platz mir gegenüber zum hochlegen meines Beines machen, aber das lehnte ich dankend ab. Ich hätte bei den Jungs mit allem gerechnet aber sicher nicht damit. Meine Kopfschublade habe ich danach zugenagelt. Leider erlebe ich vor allem mit Menschen in meinem Alter öfter das genaue Gegenteil.

Das nächste Problem ist das Aussteigen aus der angekommenen Bahn. Hier wird man dann von rüstigen Rentnern, Touristenhorden und arroganten Arschlöchern über den Haufen gerannt, die das besteigen einer S-Bahn mit dem Überleben der Schlacht von Stalingrad gleichsetzen. Augen zu und durch. Wie schwer kann es denn bitte sein, erstmal die Menschen, die in einer Bahn sind, aussteigen zu lassen, bevor man sich in eine Bahn prügelt. Ich bin ja nun wirklich kein U-Bahn Schläger aber seit etwa einer Woche setze ich in diesen Situationen gezielt meine Krücken als Waffen ein, um nicht totgetrampelt zu werden. Ich betrachte dies ausdrücklich als Selbstverteidigung gegenüber diesen touristischen S-Bahn-Hooligans. Dieses egoistische Pack kann man zusammengenommen nur noch mit Morlocks vergleichen. Nun aber zu netteren Dingen die mir so widerfahren sind.

Letzte Woche hatte ich noch einen Kommentar vergessen, den ich hier nicht unerwähnt lassen möchte. Das Konzert  von Roger Waters, The Wall von Pink Floyd. Selbst wenn ich mit Krücken dieses Event besuchen musste, gehörte dieses Konzert mit Sicherheit zu den geilsten Shows, die Ich jemals besucht hatte. Wer kann sollte sich das nicht entgehen lassen. Absolut sehenswert.

Was mich zur Zeit auch noch beschäftigt ist das Blog hier. Mich stört ein bisschen die Software, mit der ich diese Seite und das Blog hier am leben halte. Viele Dinge die ich gerne hätte, kann sie nicht, wie zum Beispiel eine Kommentarfunktion für dieses Blog. Gestern habe ich mal testweise auf einem anderen Server WordPress installiert und mir die Software angeschaut. Bisher aber noch ohne mich für eine Umstellung zu entscheiden. Ich hab ja Zeit im Moment und kann mich mit solch komischen Dingen beschäftigen. Bis es allerdings zu einer Umstellung von Planexi.de kommen wird, wird es aber sicher noch dauern. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Visueller Gruß

Michi